KRISENFALL
Sichere Stromversorgung: Bundesrat macht 40 Millionen Franken locker

Auch bei einem Zusammenbruch des Stromnetzes soll die Kommunikation zwischen Behörden möglichst lange sichergestellt werden. Aus diesem Grund benötigt der Bund mehr Geld.

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Über das Funksystem Polycom können Behörden und Einsatzorganisationen auch kommunizieren, wenn der Strom ausgefallen ist.

Über das Funksystem Polycom können Behörden und Einsatzorganisationen auch kommunizieren, wenn der Strom ausgefallen ist.

Keystone

(rwa) Bei einem Stromausfall von mehr als acht Stunden wäre die Kommunikation hierzulande nur noch teilweise sichergestellt. Betroffen wären grosse Gebiete in 18 Kantonen und auch das Fürstentum Liechtenstein. Das zeigt eine Überprüfung des Bundes. Aus Sicht des Bundesrates muss deshalb die Stromautonomie erhöht werden.

Er hat deshalb am Mittwoch einen Verpflichtungskredit von 36,5 Millionen Franken beantragt, um die sichere Stromversorgung von Sendeanlagen des Bundes zu finanzieren. Bei einem Zusammenbruch des Stromnetzes kommt dem Sicherheitsfunksystem Polycom eine besondere Bedeutung zu. Es ermöglicht die Einsatzkommunikation zwischen den Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit.

Ein Ausfall der Polycom-Sendeanlagen würde die Krisenbewältigung stark beeinträchtigen, heisst es in einer Mitteilung der Eidgenössischen Zollverwaltung. Um die flächendeckende Kommunikation und Einsatzführung zu garantieren, sind Notstromversorgungen bei den Sendestandorten notwendig. Dafür soll der Kredit dienen. Die jährlichen Betriebskosten veranschlagt der Bundesrat auf zwei Millionen Franken.