Jemen-Krieg
Schweiz sagt 14 Millionen Franken für Hilfe in Jemen zu

An einer Geberkonferenz zur Krise im Jemen hat die Schweiz Hilfe in Form von Geldern und Experten in Aussicht gestellt. Ein Grossteil der Bevölkerung sei auf sofortige Hilfen angewiesen.

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Seit Ausbruch des Krieges im Jahr 2015 zählt der Jemen vier Millionen Binnenflüchtlinge.

Seit Ausbruch des Krieges im Jahr 2015 zählt der Jemen vier Millionen Binnenflüchtlinge.

Keystone

(dpo) Aussenminister Ignazio Cassis hat an einer virtuellen Geberkonferenz zur humanitären Krise im Jemen teilgenommen. Die Schweiz hat dabei 14 Millionen Franken für Hilfsprojekte bereitgestellt, wie das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Montag mitteilt.

Bundesrat Cassis hat laut Mitteilung zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts aufgerufen und machte sich für den Friedensprozess unter der Leitung der UNO stark: «Wir müssen Ansätze für eine dauerhafte Lösung entwickeln, um den Menschen im Jemen eine Zukunftsperspektive zu geben», so der Aussenminister.

Grösste humanitäre Krise der Welt

Mit den Schweizer Hilfsgeldern soll laut Mitteilung die Arbeit mehrerer Organisationen wie des Roten Kreuzes und des Welternährungsprogramms der UNO unterstützt werden soll. Die Hilfe konzentriere sich dabei auf die Bereiche Wasser und sanitäre Anlagen, Ernährungssicherheit und Schutz von Zivilpersonen. Darüber hinaus stelle die Schweiz Expertinnen und Experten zur Verfügung.

Im Jemen herrscht seit 2015 ein bewaffneter Konflikt. Seitdem ist die Situation im Süden der Arabischen Halbinsel zur grössten humanitären Krise der Welt geworden, wie das EDA schreibt. 20 Millionen Menschen, also fast 70 Prozent der jemenitischen Bevölkerung, seien unmittelbar auf humanitäre Unterstützung angewiesen.

Die Geberkonferenz wurde gemäss Mitteilung von der schwedischen und der schweizerischen Regierung geleitet und in Zusammenarbeit mit dem Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der UNO durchgeführt.