Gleichstellung
Ein Viertel der Behinderten erfährt Diskriminierung am Arbeitsplatz

Der Grossteil der Menschen mit Behinderungen nimmt am Arbeitsmarkt teil. Allerdings lässt ihre Lebensqualität bei der Arbeit zu wünschen übrig.

Drucken
Teilen
Behinderte Menschen erfahren am Arbeitsplatz öfters Diskriminierungen als Menschen ohne Behinderung. (Symbolbild)

Behinderte Menschen erfahren am Arbeitsplatz öfters Diskriminierungen als Menschen ohne Behinderung. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Die neue Taschenstatistik zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen wartet mit positiven wie auch negativen Nachrichten auf. Erfreulich ist beispielsweise, dass mehr als zwei Drittel der Menschen mit Behinderungen sich 2018 am Schweizer Arbeitsmarkt beteiligt haben. Bei stark eingeschränkten Personen sind es 46 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag schreibt. Dank dieser Beteiligung könnten behinderte Menschen finanziell für sich selber sorgen und an der Gesellschaft teilhaben, heisst es.

Dafür fällt die Lebensqualität der Behinderten beim Arbeitsplatz um so negativer auf. 2017 hätten in der schweizerischen Gesundheitsbefragung 26 Prozent angegeben, mindestens eine Form von Benachteiligung oder Gewalt erfahren zu haben. Dazu zählen gemäss dem BFS verbale oder körperliche Gewalt, Drohungen, Einschüchterung, Mobbing oder sexuelle Belästigung. Im Vergleich dazu falle der Wert bei Menschen ohne Behinderung mit 18 Prozent tiefer aus.

Besser sieht es bei der Mobilität aus. 89 Prozent der Menschen mit Behinderungen sagt, dass sie die öffentlichen Verkehrsmittel ohne Probleme selbstständig nutzen könnten. Doch für rund ein Zehntel der Behinderten bestehen laut BFS in diesem Bereich weiterhin Probleme.