Gleichheit
Sprache: Der Bund will seine Bewerber genauer unter die Lupe nehmen

Die Sprachenvielfalt in der Verwaltung gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen. Nun soll ein Monitoring aufzeigen, ob tatsächlich zu wenige Bewerbungen aus den anderen Sprachregionen kommen.

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Die Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung ist dem Bundesrat ein Anliegen. Aber sie ist noch nicht erfüllt.

Die Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung ist dem Bundesrat ein Anliegen. Aber sie ist noch nicht erfüllt.

Keystone

(mg) Die Bundesverwaltung spricht auch weiterhin hauptsächlich deutsch. Immer wieder wird Kritik laut, dass die sprachlichen Minderheiten ungenügend vertreten sind. Erst kürzlich hat das Zentrums für Demokratie Aarau (ZDA) untersucht, wie es um die Umsetzung des Sprachengesetz steht, das eine angemessene Vertretung aller Sprache fordert. Das Resultat: 60 Prozent der Bundesangestellten arbeiten in einem Bundesamt oder in einer entsprechenden Verwaltungseinheit, in denen die Vorgaben zur Vertretung der sprachlichen Minderheiten nicht eingehalten werden.

Oftmals begründet die Verwaltung diesen Mangel damit, dass schlicht nicht genügend ausreichend entsprechende Bewerbungen eingehen. Damit diese Behauptung überprüft werden kann, soll nun ein Monitoring durchgeführt werden. Dieses soll aufzeigen, aus welchen Sprachgemeinschaften und Kantonen die Kandidaten und Kandidatinnen kommen.

Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat eine entsprechende Motion gutgeheissen. Auch der Bundesrat hatte keine Einwände gegen den Vorstoss der Staatspolitischen Kommission des Nationalrats.