Nach Ansteckungen in Ferienlager: Lage in Graubünden hat sich stabilisiert

Die Infektionsketten im Kanton seien eingedämmt worden, meldet die Bündner Regierung. Als Grund nennt sie erfolgreiches Contact Tracing und schärfere Kontrollen der Schutzkonzepte.

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Kontrollen wie hier durch einen Ranger sind in Graubünden grundsätzlich Gemeindesache.

Kontrollen wie hier durch einen Ranger sind in Graubünden grundsätzlich Gemeindesache.

Keystone

(wap) Nach dem Coronaausbruch in einem Ferienlager von Ende Juli hat sich die Lage im Kanton Graubünden wieder stabilisiert. Dies meldete die Kantonsregierung am Dienstag. «Das Contact Tracing sowie die verschärfte Kontrolle der Schutzkonzepte durch die Gemeinden zeigen Wirkung», heisst es in der Meldung.

Die letzten zwei Wochen hätten gezeigt, dass die Schutzkonzepte meist gut umgesetzt würden, heisst es weiter. Probleme gebe es am ehesten beim Einhalten der Abstände. In den letzten zwei Wochen seien im Kanton insgesamt rund 900 Kontrollen durchgeführt worden. Diese sind in Graubünden Aufgabe der Gemeinden.

Gute Erfahrungen habe man mit der Melde- und Quarantänepflicht für Reisende aus Risikogebieten gemacht. 700 Personen hätten sich gemeldet. Die Kantonsregierung äusserte sich aber kritisch zur Rolle des Bundesamts für Gesundheit: Sie erwartet eine bessere Koordination des notwendigen Datenaustauschs. Derzeit befinden sich in Graubünden 19 Personen in Isolation und 49 in Quarantäne.

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