Coronakrise
Demonstration gegen Coronamassnahmen bringt über 2000 Menschen auf die Strasse

In Wohlen AG haben sich am Samstagnachmittag über 2000 Personen versammelt, um gegen die Coronamassnahmen zu demonstrieren. Bisher sind keine Zwischenfälle bekannt.

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Maskenpflicht: Auf ersten Bildern von der Kundgebung sind nur wenige Masken zu sehen.

Maskenpflicht: Auf ersten Bildern von der Kundgebung sind nur wenige Masken zu sehen.

Pascal Bruhin

(wap/cri) In Wohlen haben sich mehrere hundert Personen versammelt, um gegen die Coronamassnahmen des Bundesrates zu protestieren. Aufgerufen zu der Kundgebung hatte der Verein «Stiller Protest». Die Kundgebung war von der Gemeinde bewilligt worden, allerdings unter der Auflage, dass die Maskenpflicht eingehalten werde. Dies geschah allerdings nicht. Dennoch hat die Polizei nicht eingegriffen, wie sie auf Anfrage sagte.

Die Demonstration ist friedlich verlaufen. Die vielen in weissen Schutzanzügen gekleideten Teilnehmer sind nicht einverstanden mit den aktuell geltenden Coronamassnahmen. Sie forderten beispielsweise, dass Massentests für Kinder nicht mehr erlaubt sein sollten.

Video Unit

Nach dem Marsch folgte eine Kundgebung mit Reden. Als Redner angekündigt waren unter anderem Coronaskeptiker Patrick Jetzer, Kantilehrer Markus Häni und Zuger alt-Kantonsrat Thomas Brändle sowie ein Überraschungsgast. Häni beispielsweise sagte, er sei sich bewusst, dass er mit dieser Rede seinen Job riskiere, doch er müsse dies einfach tun.

Er habe Hass erfahren im Vorfeld seines Auftritts und das nur, weil er die aktuell geltenden Massnahmen hinterfrage.

Bis zu 3000 Personen sind laut Organisatoren in Wohlen zusammengekommen.
30 Bilder
Sie haben gegen die Coronamassnahmen demonstriert.
Mit Lautsprecher-Durchsagen wurden die Teilnehmenden aufgefordert, Masken zu tragen. Allerdings nicht ganz ohne Ironie.
Viele der Teilnehmer trugen im Voraus bestellte Schutzanzüge.
Auch Alain Berset nahm teil – oder zumindestens jemand, der den Gesundheitsminister imitierte.
Viele Teilnehmer trugen keine Maske.
Weitere Impressionen der Kundgebung.
Der Tross zieht durch Wohlen.
Ein Teilnehmer hat seine Forderungen aufgeschrieben.
Die Präsidentin des Vereins «Stiller Protest» bei ihrer Rede.
Weitere Impressionen der Kundgebung.
Die Teilnehmenden bilden die «Menschenkette der Liebe» in Wohlen.
«Die Menschenkette der Liebe.»
Zuger alt Kantonsrat und Bäckermeister Thomas Brändle zu den Massnahmen: «Es ist ein Suizid auf raten für die KMU.»
Diese Yogalehrerin will, dass sie ihr Studio wieder öffnen kann. Sie sagt: «Ich kann das Wort Solidarität nicht mehr hören. Mit uns geht man alles andere als solidarisch um.»
Familientherapeutin Mana: «Nicht der Virus tötet, sondern die Massnahmen dagegen.»
«Dialog unmöglich», schreiben diese Teilenehmenden auf ihren Plakaten, beobachtet werden sie von einem Polizisten.
In Wohlen haben sich viele Corona-Skeptiker eingefunden.
«Demokratie wird überschätzt», meint ein Demonstrationsteilnehmer.
«Verbrechen an Kindern stoppen», fodert einer der Teilnehmenden.
Ob das nur 1000 Leute sind?
Die Demonstranten ziehen durch Wohlen.
Am Nachmittag laufen die Demonstranten durch Wohlen.
«Moderne Sklaven tragen Masken» steht auf einem Schild einer Demonstrierenden in Schutzanzug.
Das Merkurareal füllt sich am Mittag mit Menschen.
Das Merkurareal in morgendlichen Nebelschwaden. Noch ist hier Ruhe.
Hier werden am Nachmittag 1000 Coronaskeptiker erwartet, um gegen die geltenden Massnahmen zu protestieren.

Bis zu 3000 Personen sind laut Organisatoren in Wohlen zusammengekommen.

Andre Albrecht

Der Verein «Stiller Protest» hat bereits in Zürich, St. Gallen, Zug und Aarau Demonstrationen organisiert. Bei der Demo in Zug hatten am 6. Februar rund 800 Personen teilgenommen. Das nächste Mal will der Verein am 6. März eine Kundgebung durchführen. Wo diese stattfinden soll, ist noch nicht bekannt.

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