Corona
Lohnt sich der Spu(c)k? Geheimniskrämerei um Anzahl Speichelproben

Mit regelmässigen Covid-19-Tests soll die Session in Bern sichergestellt werden. Wie viele Räte aber tatsächlich in ein Röhrchen gespuckt haben, will man noch nicht verraten.

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Balthasar Glättli gibt am Montag im Bundeshaus seine Speichelprobe ab.

Balthasar Glättli gibt am Montag im Bundeshaus seine Speichelprobe ab.

Keystone

(mg) «Dringend empfohlen» sind die «flächendeckenden PCR-Speicheltests während der Frühjahrssession» für die Parlamentarier und Parlamentarierinnen. Auch dank regelmässigen Speichelproben (immer Montags und Mittwochs) soll sichergestellt werden, dass «die Räte die Beratung der dringenden Covid-19-Geschäfte bis Ende der Frühjahrssession abschliessen können», wie es in einem Schreiben der Verwaltungsdelegation an die Räte heisst.

Nur, ob wirklich «flächendeckend» ins Röhrchen gespuckt wurde, können die Parlamentsdienste noch nicht sagen. Die Zahlen würden noch nicht vorliegen. Auch sei unklar, ob man eine solche Statistik überhaupt publiziere. Das müsse die Verwaltungsdelegation entscheiden, heisst es auf Anfrage. Allenfalls Ende Woche könnten Infos zu den abgegebenen Tests und Resultaten veröffentlicht werden.

In einem Beitrag der «Tagesschau»von SRF hiess es, dass bis am Nachmittag über die Hälfte aller Volksvertreter einen Test abgegeben haben. Während Matthias Aebischer (SP/BE) von einer Vorbildsfunktion sprach, wollte sich Marcel Dettling (SVP/SZ) nicht testen lassen. Er wolle die Labors nicht unnötig belasten und fand, dass es keine Sonderbehandlung für Parlamentarier brauche.