Corona-Bilanz
Das Tessin erlebt 2021 einen Tourismusboom

Der Tessiner Tourismus hat die Coronakrise vergleichsweise gut überstanden. Seit März dieses Jahres stiegen die Übernachtungen so stark an, dass das Niveau von vor der Krise übertroffen wurde.

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Das Tessin war auch diesen Sommer bei den Touristen sehr beliebt. Insbesondere Camping-Angebote wurden gut genutzt. (Symbolbild)

Das Tessin war auch diesen Sommer bei den Touristen sehr beliebt. Insbesondere Camping-Angebote wurden gut genutzt. (Symbolbild)

Keystone

Die Tessiner Behörden zogen am Freitag Bilanz über die Entwicklung des kantonalen Tourismus seit dem Ausbruch der Coronapandemie. Der Lockdown vom März bis Mai 2020 traf auch den Südkanton hart. Die Hotelübernachtungen gingen in den Monaten um knapp 77 Prozent zurück, wie den am Freitag publizierten Daten zu entnehmen ist.

In den Sommer- und Herbstmonaten ging es dann wieder bergauf, sodass sich über das ganze Jahr gesehen ein Minus von 16,3 Prozent bei den Übernachtungen ergab. Im schweizweiten Vergleich kam das Tessin dabei gut weg, einzig der Kanton Graubünden erzielte ein besseres Resultat.

30 Prozent mehr Hotelübernachtungen als 2019

Dieses Jahr begann die Tessiner Tourismussaison bereits wieder im März. Auf den Frühling folgte ein erfolgreicher Sommer: Trotz des oft schlechten Wetters stiegen die Hotelübernachtungen gemäss den Zahlen des Kantons von März bis Ende Juli um 30 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorkrisenjahr 2019.

Auch die Parahotellerie konnte in diesem Jahr bereits kräftig zulegen. So stieg die Anzahl Übernachtungen auf den Tessiner Campings verglichen mit dem Vorjahr um rund 94 Prozent. Auch hier liegen die Zahlen höher als im gleichen Zeitraum von 2019. Die Übernachtungen in Ferienwohnungen- und Ferienhäusern nahmen derweil um 43 Prozent zu.

Der Tourismus macht im Tessin mit einer Bruttowertschöpfung von 2,1 Milliarden Franken 11 Prozent des Bruttoinlandprodukts aus. Rund 22'000 Menschen sind in dem Sektor beschäftigt. (agl)

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