«Cargo Sous Terrain»
Unterirdischer Gütertransport: Kommission gibt grünes Licht für die Planung

Die ständerätliche Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) unterstützt das Bundesgesetz zum unterirdischen Gütertransport. Dieses schafft den Rahmen für das Projekt «Cargo Sous Terrain»

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Per unterirdischem Gütertransport sollen Städte mit Industrie- und Logistikzentren verbunden werden.

Per unterirdischem Gütertransport sollen Städte mit Industrie- und Logistikzentren verbunden werden.

Visualisierung: CST

(agl) Die Kommission begrüsse das zukunftsweisende Projekt der Aktiengesellschaft Cargo sous terrain (CST), wie es in einer Medienmitteilung der Parlamentsdienste vom Freitag heisst. Diese will bis 2045 ein unterirdisches Transportnetz für kleinteilige Güter schaffen. Der Bundesrat hat im Oktober seine Botschaft verabschiedet, mit der er die Voraussetzungen für das privatwirtschaftlich aufgegleiste Projekt regeln will.

Diesem Entwurf des Bundesgesetzes zum unterirdischen Gütertransport hat die KVF ohne Gegenstimme zugestimmt. Allerdings sieht sie einige Präzisierungen vor. Sie beantragt beispielsweise die Streichung einer Bestimmung, die vorsieht, dass die Aufsichtskommission RailCom die Entscheidungsgewalt bei Streitigkeiten über die Berechnung der Preise von CST hat. Die Mehrheit der Kommission ist laut Mitteilung der Ansicht, dass damit der Einfluss auf die Preisfreiheit eines Privatunternehmens zu gross sei. Weiter ist die Kommission der Ansicht, dass das Bundesamt für Verkehr (BAV) verpflichtet werden soll, von Seiten CST angemessene Sicherheiten für einen allfälligen Rückbau zu verlangen.

Das Konzept von Cargo sous terrain sieht einen unterirdischen dreispurigen Tunnel zwischen wichtigen Logistikzentren im Mittelland und in der Nordwestschweiz vor, der rund um die Uhr in Betrieb ist. Darin sollen Güter mit rund 30 Kilometern pro Stunde transportiert und an Zugangsstellen vollautomatisch mit Liften ins System eingespeist oder entnommen werden. Der Vollausbau soll ein Netz von 500 Kilometern umfassen, die Kosten werden auf 30 bis 35 Milliarden Franken geschätzt. Der Bund wird sich nicht an der Finanzierung beteiligen.