Bundesrat will Gentech-Moratorium bis 2025 verlängern

Der Bundesrat will das Moratorium für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO) erneut um vier Jahre verlängern. Deren Anbau in der Landwirtschaft soll weiter verboten bleiben.

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Gentechnisch veränderte Pflanzen dürfen in der Schweiz nur zu Forschungszwecken angebaut werden. (Symbolbild)

Gentechnisch veränderte Pflanzen dürfen in der Schweiz nur zu Forschungszwecken angebaut werden. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Es bestehe zurzeit weder seitens der Landwirtschaft noch bei den Konsumenten ein Interesse daran, das Moratorium aufzuheben, heisst es in einer Mitteilung des Bundesamts für Umwelt (BAFU) vom Mittwoch. Der Bundesrat habe an seiner Sitzung deshalb entschieden, eine weitere Verlängerung zu beantragen, die er nun in die Vernehmlassung schickt.

Die Verlängerung bis ins Jahr 2025 soll laut der Mitteilung dazu genutzt werden, offene Fragen zu neuen gentechnischen Verfahren zu beantworten und technische Normen für das Monitoring von GVO in der Umwelt zu entwickeln. Zudem liessen sich in der Zeit auch die Entwicklungen in der EU beobachten und in den Überlegungen berücksichtigen.

Seit der Annahme einer entsprechenden Volksinitiative im Jahr 2005 gilt in der Schweiz ein Moratorium für die Verwendung von GVO in der Landwirtschaft. Diese dürfen lediglich zu Forschungszwecken angebaut werden. Das Parlament hat das Moratorium bereits dreimal verlängert, zuletzt bis im Dezember 2021.