Bundesanwaltschaft
Ständerat plädiert für höhere Altersschwelle für Bundesanwälte

Die Altersschwelle für Bundesanwälte und deren Stellvertretung soll auf 68 angehoben werden. Das hält der Ständerat für notwendig. Das letzte Wort hat nun der Nationalrat.

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Für die Neubesetzung der Stelle des Bundesanwaltes sollten langfristig neue Regeln gelten, findet der Ständerat. (Symbolbild)

Für die Neubesetzung der Stelle des Bundesanwaltes sollten langfristig neue Regeln gelten, findet der Ständerat. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Bis jetzt dürfen Bundesanwälte nicht älter als 65 Jahre sein. Dies schränkte die Suche nach Kandidaten für die Nachfolge des zurückgetretenen Bundesanwalts Michael Lauber ein. So ist etwa Thomas Würgler, ehemaliger Polizeikommandant der Kantonspolizei Zürich, bereits 65 Jahre alt. Dieser hatte seine Kandidatur für die Bundesanwaltschaft bestätigt. Unterdessen hat die Gerichtskommission des Parlaments die Stelle ein weiteres Mal ausgeschrieben.

Der Ständerat erachtet die Erhöhung der Altersschwelle auf 68 Jahre jedoch unabhängig vom laufenden Verfahren als notwendig. Er hat am Mittwoch eine Motion seiner Rechtskommission stillschweigend gutgeheissen. In den Augen des Rates ist die heutige Altersgrenze für so wichtige Stellen keineswegs gerechtfertigt. Dagegen gebe es keine sachliche Argumente.

Die Rechtskommission der grossen Kammer hatte sich gegen eine Anhebung der Altersschwelle ausgesprochen. Ihr Argument: Das Amt der Bundesanwältin sei nicht mit jener eines Bundesrichters vergleichbar – dort gilt bereits die Altersgrenze 68. Ob das Anliegen durchkommt, entscheidet nun der Nationalrat.