Arbeit
Die Zahl der Grenzgänger steigt weiter an – besonders in der Romandie und im Tessin

Ende 2021 pendelten 361'000 Grenzgängerinnen und Grenzgänger zur Arbeit in die Schweiz. Das ist ein Plus von 5,1 Prozent innert Jahresfrist. Besonders gross ist der Zuwachs in der Romandie und im Tessin.

Samuel Thomi
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Die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger in die Schweiz steigt seit Jahren kontinuierlich an – der Coronapandemie zum Trotz. (Symbolbild)

Die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger in die Schweiz steigt seit Jahren kontinuierlich an – der Coronapandemie zum Trotz. (Symbolbild)

Nicole Nars-Zimmer

Weiterhin der grösste Anteil Grenzgänger stammt mit 55,4 Prozent aus Frankreich. Mit 23,7 Prozent folgen Personen aus Italien und Deutschland (17,6 Prozent). Insgesamt ist die Zahl der Personen, die aus dem Ausland regelmässig in die Schweiz einreisen um hier zu arbeiten, über die letzten fünf Jahre von 312'000 Personen (Ende 2016) um 15,6 Prozent angewachsen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilt.

Regional betrachtet ist der Anstieg der Grenzgängerinnen und Grenzgänger im vergangenen Jahr in Genf am stärksten ausgefallen (plus 6131 auf 96'492 Personen). Genf bleibt damit auch der Kanton, in welchem auch in absoluten Zahlen die meisten Grenzgänger einer Arbeit nachgehen. Auf dem zweiten Platz liegt ebenfalls ein Westschweizer Kanton – die Waadt mit zusätzlichen 3672 Grenzgängern (neu total 38'221). Auf Platz drei folgt das Tessin mit 2693 zusätzlichen Grenzgängern. Mit insgesamt 74'229 Personen sind im Südkanton damit nach Genf am zweitmeisten Grenzgänger beschäftigt.

Innerrhoden und Zentralschweiz verlieren Grenzgänger

In der Nordwestschweiz ist die Anzahl Grenzgängerinnen und Grenzgänger im vergangenen Jahr in Baselland um 521 auf 23'419 angestiegen. Im Aargau betrug das Plus 347 auf 14'887 Grenzgänger, in Basel-Stadt 302 auf 34'915 und in Solothurn 153 auf 2340. Durchwegs tiefer lagen die Zuwachsraten der Grenzgängerinnen und Grenzgänger im vergangenen Jahr in der Ostschweiz: Thurgau (+273/6041), St. Gallen (+138/9533) und Appenzell Ausserrhoden (+14/427).

In Appenzell Innerrhoden ist die Zahl der Grenzgänger im vergangenen Jahr sogar um 6 auf 103 Personen gesunken. Ebenfalls rückgängige Grenzgänger-Zahlen verzeichnen 2021 die Zentralschweizer Kantone Schwyz (-1/418), Glarus (-3/59), Luzern (-16/649) und Obwalden (-30/126).