Affäre
«Fall Berset»: Staatsanwalt stellt Verfahren wegen Amtsgeheimnisverletzung ein

Es gebe keine Anhaltspunkte, dass jemand aus der Bundesanwaltschaft widerrechtlich Strafakten zur Affäre um Bundesrat Alain Berset der «Weltwoche» zugänglich machte. Das Verfahren wurde eingestellt.

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Wer die Akten im Erpressungsfall um Bundesrat Berset der «Weltwoche» weitergeleitet hat, ist nach wie vor unklar.

Wer die Akten im Erpressungsfall um Bundesrat Berset der «Weltwoche» weitergeleitet hat, ist nach wie vor unklar.

Keystone

Wie kam die «Weltwoche» an die Akten im Fall der Affäre um Bundesrat Alain Berset? Mit dieser Frage beschäftigte sich der ausserordentliche Staatsanwalt Christoph Rüedi. Dabei untersuchte er, ob womöglich jemand aus dem Umfeld der Bundesanwaltschaft geheime Strafakten der Zeitung weitergeleitet hat. Doch nun hat Rüedi die Untersuchungen diesbezüglich eingestellt.

«Die Ermittlungen ergaben keinerlei Hinweise, dass Mitarbeitende der Bundesanwaltschaft die Strafakten an den Journalisten der ‹Weltwoche› weitergereicht haben»,

lässt sich der ausserordentliche Staatsanwalt in der «Sonntagszeitung» zitieren. Damit bleibt weiterhin ungeklärt, wer die Akten im Erpressungsfall um Bundesrat Berset der «Weltwoche» zugespielt hat.

Der ehemalige SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Autor der Christoph Mörgeli hatte in einem Artikel Alain Berset diverse Vorwürfe gemacht. So soll er gelogen haben und Mitarbeiter seines Stabs sollen sich um private Angelegenheiten des Bundesrats gekümmert haben. Hintergrund ist ein Erpressungsversuch einer Frau. Dabei handelt es sich um eine ehemalige Geliebte des Magistraten. Das Magazin hat für seinen Artikel aus den Ermittlungsakten zitiert. Diese sind jedoch unter Verschluss. (chm)