Toyota C-HR

Mit Ecken und Kanten

Toyota C-HR

Toyota C-HR

Der Toyota C-HR will ein Stück vom immer grösser werdenden Kuchen der kompakten Crossover erobern.

Normal ist langweilig – und das letzte, was der neue Toyota C-HR sein will. Ob das verspielte und radikale Design des japanischen Crossovers nun gefällt oder nicht, sei dem Auge des Betrachters überlassen. Aber: Der C-HR polarisiert mit seinem Äusseren, und das ist schliesslich genau das, was er will. Denn die angestrebte Kundschaft möchte nun mal alles andere als langweilig wirken.
Dafür nimmt man dann auch die durch die flache Heckscheibe eingeschränkte Sicht nach hinten und das durch die zulaufende Fenstergrafik etwas düstere Ambiente im Fond in Kauf. Der bevorzugte Platz soll ja ohnehin der Fahrersitz mit Blick nach vorne sein. „Ich war während der Entwicklung oft in Europa und beeindruckt, wie die Europäer Autofahren“, sagt Chef-Ingenieur Hyroyuki Koba. Flüssig, zügig, ja geradezu sportlich fahre man hier. Das wollte der Japaner auch dem C-HR mit auf den Weg geben. Bei der ersten Ausfahrt überzeugt der C-HR mit gutem Federungskomfort, ohne dabei schwammig zu wirken; die Lenkung funktioniert präzise und direkt und erlaubt es, den Stadt-Crossover punktgenau durch den urbanen Alltag zu zirkeln. Die leicht erhöhte Sitzposition sorgt dabei für guten Blick nach vorne, sodass der 4,36 Meter lange Crossover in der Stadt angenehm kompakt wirkt. Das Cockpit gefällt mit frischem Design durch farblich abgesetzte Einlagen, gute und solide Verarbeitung und simple Bedienung.

Unter der Haube setzt Toyota ausschliesslich auf Benzinmotoren. Neu ist der 1,2-Liter-Turbobenziner mit 115 PS und 185 Nm Drehmoment. Er ist wahlweise mit 6-Gang-Handschaltung und Frontantrieb oder mit stufenloser Automatik und Allradantrieb zu haben und verbraucht mindestens 6 Liter auf 100 Kilometer.  Die Handschaltung wirkt präzise und knackig, was gut zum kleinen Stadtflitzer passt. Das stufenlose lässt den Crossover zwar geschmeidig ruckfrei rollen, zeigt aber weiterhin die typischen CVT-Schwächen: Der an sich spritzige Motor wirkt träger und heult beim zügigen Beschleunigen gequält auf. Mit dem selben Getriebe wird auch die dritte Antriebsvariante ausgeliefert; der für Toyota obligate Hybrid. Er kombiniert einen 1,8-Liter-Benziner mit einem 72 PS starken E-Motor und kommt so auf total 122 PS. Da sich der Hybrid ohnehin eher als gemütlicher Cruiser anbietet, kommen die Nachteile des CVT-Getriebes hier nicht so stark zum tragen; schliesslich soll die stufenlose Automatik ebenfalls zu Effizienz beitragen. Mit 3,8 l/100 km will sich der Hybrid so zufrieden geben.

In der Schweiz rechnet man mit einem Hybrid-Anteil von rund 50%, wenn der C-HR im Dezember in den Handel kommt. Insgesamt will Toyota im nächsten Jahr über 2500 Stück in der Schweiz verkaufen. Dabei helfen nicht nur der sparsame Antrieb und das polarisierende Design, sondern auch bezahlbare Preise. Der Fronttriebler mit 1,2-Liter-Motor ist bereits ab 24 900 Franken zu haben. Die Allrad-Variante mit Automatik kostet mindestens 32 500 Franken. Der Hybrid, der nur mit Frontantrieb zu haben ist, kostet mindestens 31 900 Franken.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1