Leserbrief
«Volksfest» verbunden mit viel Lärm und Gestank

«Tractor Pulling polarisiert stark», Ausgabe vom 23. Juni

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Gott sei Dank gibt es noch Kantonsräte, die den rhetorischen Zweihänder hervorholen und sich kritisch zu solchen Anlässen wie das Tractor Pulling äussern. So stelle ich fest, dass das Thema Umwelt, der Klimanotstand wie auch der CO2 für diesen Anlass keine Gültigkeit hat.

Die die Art und Weise wie Tractor Pulling im Kantonsrat zelebriert wird, kann ich beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen. Dies sei ein Anlass der Superlative bzw. ein Volksfest mit Spassfaktor für Gross und Klein. Toni Graber, SVP-Kantonsrat, stellt in seinem Leserbrief fest, dass dieses Tractor Pulling seit seinem Bestehen ein Vergnügen für die ganze Bevölkerung sei. Diese Aussage ist unglaubwürdig. Dieser Anlass ist reine Umweltverschmutzung verbunden mit Lärm, Russ und CO2 für die Knutwiler und Tereter.

Ich bin überzeugt, wenn Herr Graber diesen Anlass auf seinem Land in Schötz durchführt, wird kein Knutwiler böse sein. Er hat dann seinen Spassfaktor für Gross und Klein, verbunden mit ausreichend Lärm und Gestank vor seinem Bauernhof und tut gleichzeitig noch etwas Gutes für die Ernährungssicherheit.

Kurz zusammengefasst, ein Gewinn für alle, Knutwil hat den Lärm und Gestank nicht mehr und Herr Graber kann bei seinen Wählern mit viel Rauch und Lärm punkten.

So wichtig wie Toni Graber festhält, ist dieser Anlass für Knutwil nicht. Das Knutwiler Gewerbe, die Gemeinde wie auch die Vereine können auch ohne das Tractor Pulling überleben.

Seien wir ehrlich, ein solches Tractor Pulling hat in Knutwil, im Kanton Luzern ja sogar in der Schweiz keinen Platz mehr. Ich bin überzeugt, dass die Knutwiler und auch die Tereter diesen Anlass nicht vermissen werden. Der Regierungsrat wird in seiner Entscheidung abwägen, ob wirklich das öffentliche Interesse dieses Anlasses den Umweltgedanken vorgezogen werden soll. Ich bin gespannt!

Bernhard Roos, Knutwil

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