Leserbrief
Schildbürgerstreich erster Güte

«Die Brücke trennt Linke und Bürgerliche», Ausgabe vom 29. September

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Kaum liegt das eindeutige Resultat zur Initiative «Spange Nord stoppen» vor, geht das von bürgerlichen Politikern lancierte Gezerre um die Reussportbrücke los. Während SP, Grüne und GLP die Brücke ablehnen, halten Bürgerliche an deren Bau fest.

Was ist davon zu halten? Das heute vorliegende Brückenprojekt ist meines Erachtens Teil des «Rückzuggefechts» der Kantonsregierung. So konnte man etwas kaschieren, dass man sich bei der Spange Nord über Jahre verrannt hat.

Würde der Bau der Brücke tatsächlich weiterverfolgt und diese schlussendlich gebaut, wäre dies ein Schildbürgerstreich erster Güte.

Ihr Nutzen wäre höchst bescheiden, der bauliche Eingriff in die Landschaft und die Kosten dafür aber massiv. Und es gäbe dann im ohnehin engen Raum in Luzern auf 900 Meter drei (!) Autobahnanschlüsse. Seldwyla liesse grüssen.

René Wigger, Luzern