Leserbriefe
Druck auf die Ungeimpften – und Zweifel an der Wirksamkeit der Impfung

Zur Coronakrise und zur Impfdebatte

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Impfen oder nicht? Risiko oder nicht? Solidarität oder Egoismus? Die Impfwilligen möchten möglichst bald wieder zur Normalität zurückkommen und gehen mit dem Piks gewisse Risiken ein. Dank den Impfmuffeln verschlechtert sich aber die Lage von Tag zu Tag, und das Gesundheitswesen kommt wieder an den Anschlag. Viele von ihnen reisen um die ganze Welt, gehen an Grossveranstaltungen, verzichten auf nichts und verbreiten das Virus überall. Sie können sich ja im Moment noch auf Kosten der Bevölkerung testen lassen.

Wenn ich zum Beispiel den Führerausweis nicht erwerben will, darf ich kein Fahrzeug lenken, muss mich einschränken und für den ÖV bezahlen. Also sollen sich die Ungeimpften bitte zurückhalten und auf gewisse Annehmlichkeiten und Luxus verzichten. Solidarität wäre für alle gedacht. Oder sollen wir auf unbestimmte Zeit wie in einem Science Fiction-Film leben?

Viktor Rotthoff, Rothenburg

Geimpfte sind besser geschützt als Genesene – diese vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) verbreitete Behauptung widerspricht jeglicher praktischer Erfahrung. Die Experten-Meinung stützt sich auf das nationale Studienprogramm «Corona Immunitas». Dieses untersucht nur die Menge und das Neutralisationsvermögen von Covid-19-Antikörpern. Für den langfristigen Schutz spielt bei einer Erkrankung die unspezifische, nicht durch Antikörper vermittelte Abwehr durch T-Zellen eine grössere Rolle. Sie auszuklammern und so die Überlegenheit der Impfung zu konstruieren, ist wissenschaftlich unseriös.

Nach vierzig Jahren Hausarzt- und Impftätigkeit habe ich keine Zweifel mehr: Das Durchmachen einer Viruskrankheit schafft eine bessere langfristige Immunität als eine Lebendvirus-Impfung. Tot-Impfstoffe wie die Covid-19-Impfungen haben langfristig vermutlich eine Wirksamkeit unter 50 Prozent.

Die Kluft zwischen den Angaben der Impflobby (95 Prozent der Geimpften seien geschützt) und der Realität in der Praxis, in Altersheimen und in durchgeimpften Ländern wie Israel und Island (unter 50 Prozent sind geschützt) wird immer grösser. Dass schwere Verläufe selten sind, gilt auch für Ungeimpfte und ist kaum eine Folge der Impfung.

Dass nach bald zwei Jahren immer noch kein Ende der Pandemie in Sicht ist, beweist das totale Scheitern der unvernünftigen WHO-Strategie, die vor allem auf die Impfung und allgemeine Eindämmungsmassnahmen setzt. Die Impfung ist das Problem, nicht die Rettung aus der Pandemie! Dabei läge die rationale Strategie auf der Hand: hochwirksamer, besonderer Schutz der Risikogruppe, keine Einschränkungen für die gesunde Bevölkerung. Damit wäre eine wirkliche Herdenimmunität schnell erreicht. Was ausbliebe: die Milliardengewinne der Pharma- und Medizintechnikkonzerne.

Peter Mattmann-Allamand, Dr. med., Kriens

Bruno Knellwolf attackiert im Beitrag «Warum Coronatests nicht gratis sein dürfen» vom 14. August Menschen hart, die sich, meist aus wohlüberlegten Gründen, nicht impfen lassen. Er schreibt, es könne Geimpften nicht egal sein, ob sie an einem Konzert oder im Stadion neben einer ungeschützten Person sitzen, die das Virus windpockenartig verbreiten kann. Wer weiss schon, ob eine ungeimpfte Person neben einem sitzt?

Im Konzert und im Stadion muss ja vor dem Eintritt getestet werden, und selbst Geimpfte können andere anstecken. Wieso lassen sich auch manche Ärzte und Pflegende nicht impfen? Sie haben wohl gute Argumente gegen diesen Impfzwang. Ja, der Bund will Geld sparen, aber hier spart er am falschen Ort. Wir Ungeimpften erleben Animositäten ohnegleichen und dies in unserem vermeintlichen Rechtsstaat.

Wir (oft Alleinstehenden) haben unsere triftigen Gründe, uns nicht zu impfen. Viele, die ich kenne, halten sich im Alltag zurück und verzichten auf Anlässe aller Art, selbst Familientreffen, um nicht angesteckt zu werden.

Wer geht ferienhalber ins Ausland und bringt das Virus nach Hause? Nicht wir Ungeimpften, denn ohne Zertifikat geht ja gar nichts mehr. Ich finde es eine Arroganz ohnegleichen, diese Schnödereien gegen Ungeimpfte weiterhin lesen zu müssen.

Brigitta Triebold, Luzern

Vielen Dank, dass diese Zeitung Leserbriefschreiber Kurt Lustenberger zu Wort kommen lässt (Ausgabe vom 18. August). Solche Fakten werden in den Medien bewusst nicht kommuniziert. Angst wird weiterhin geschürt, und es wird Druck gemacht auf jene, die sich aus einem bestimmten Grund (noch) nicht haben impfen lassen.

Dieses Virus ist Fakt, und es wird nicht das letzte sein. Wenn wir uns gegen jedes Virus drei- oder viermal jährlich oder wie oft auch immer impfen lassen, was macht dies schlussendlich mit unserem Immunsystem? Ob die Impfung der einzig richtige Umgang mit der Pandemie ist, wissen wir schlicht nicht. Oder wie ist das jetzt mit der drohenden vierten Welle? Wer sind die «Verursacher» und wer dann die «Sündenböcke»?

Sonja Meier-Keller, Geuensee

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