Leserbrief
Holz prägt die Zukunft mit

«Sicherheitszentrum wird teurer», Ausgabe vom 21. März

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In dem Artikel zum geplanten Neubau des Sicherheitszentrums in Rothenburg wurde geschrieben, dass die Kosten des Gebäudes steigen, weil viel einheimisches Holz verbaut wird. Eine Aussage, die wir so nicht stehenlassen können. Nicht nur, dass die deutliche Kostensteigerung von rund 20 Prozent auf den Einsatz von Holz zurückzuführen sei, sondern auch, dass der Einsatz von Holz als Baumaterial hier in einem negativen Kontext verwendet wird.

Die ursprüngliche Kostenschätzung basierte auf einer Machbarkeitsstudie, welche in etwa das Gebäudevolumen abbildete. Die architektonische Qualität des nun vorliegenden Projekts und die Erweiterung des Raumprogramms waren kaum berücksichtigt. Und es ist fraglich, wie der anspruchsvolle Nutzungsmix in der Machbarkeitsstudie berücksichtigt werden konnte. Es ist so, das ist uns bewusst, dass die Investitionskosten bei einem Gebäude in Holzbauweise leicht höher liegen können. Unsere Erfahrung aus diversen Projekten derselben Grössenordnung zeigt, dass diese Mehrkosten maximal 2 bis 5 Prozent ausmachen können – wenn das Gebäude von Anfang an in Holz geplant wird.

Die nachwachsende Ressource Holz ist in den Luzerner Wäldern grosszügig vorhanden. Sie wächst vor unserer Tür und ihre Verwendung hält unter anderem wegen den kurzen Transportwegen die graue Energie klein. Holz bindet zudem eine Tonne CO2 pro Kubikmeter Holz. Holzbauten sind damit langfristige CO2-Speicher und helfen mit, den Klimawandel zu bremsen. Dass der Einsatz von Holz die regionale Wertschöpfung fördert und unsere Wälder erhalten und gestärkt werden, ist ebenfalls Tatsache. Nicht zuletzt sichert und schafft der Werkstoff Holz zirka 9000 Arbeits- und Ausbildungsplätze im Kanton Luzern.

Der Neubau eines Zentrums wie in Rothenburg hat Leuchtturmwirkung. Wir fragen die Leserschaft: Welche Ressource soll in einem solchen Leuchtturmprojekt Einsatz finden, wenn nicht eine natürlich vorkommende Ressource aus unserem Kanton, welche unsere Zukunft positiv mitprägt?

Pius Renggli, Leiter Regionalgruppe Luzern der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz