«Der Zölibat ist widernatürlich»

«Papst verspricht Härte», Zum Leserbrief von Ursula Huez-Galli, Ausgabe vom 2. März

Gotthard Ritter, Hünenberg See
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Frau Ursula Huez-Galli, Luzern hat zu diesem Thema einen interessanten Leserbrief geschrieben. Diesen möchte ich gerne ergänzen. Es ist eben so, dass die Menschen von Erdenleben zu Erdenleben lange immer wieder denselben Menschen begegnen, dass wir also eine Art Gruppenbildung haben bei den Inkarnationen. Das ist schon wegen dem Schicksalsgesetz so, das verlangt, dass eine Beziehung zwischen Menschen aus irgendeinem Grund eine Fortsetzung finden muss. Das heisst nicht, dass sie auf derselben Ebene stattfinden. So sind Nietzsche und Wagner ein uraltes Menschenpaar gewesen, die in vielen Erdenleben zusammen waren, auch mehrmals als Mann und Frau.

Wenn nun ein Mann sich entschliesst, Priester zu werden, wird er mit Sicherheit Liebesbeziehungen aus früheren Erdenleben begegnen. Die Kirche verbietet ihm, diese weiter zu pflegen. Und so entstehen Probleme, die es gar nicht geben dürfte. Der Zölibat ist widernatürlich. Die Idee dazu entstammt ja auch nicht einer göttlichen Inspiration, sondern der Raffgier der Kirche. Das Leid, das der Zölibat über so viele Menschen gebracht hat, ist nicht zu entschuldigen. Bedenken wir doch, dass Kleriker, die nicht immer zölibatär leben konnten, zum lügen verdammt werden. Damit werden sie in ihrer Funktion unglaubhaft. Es hat hervorragende Priester und Seelsorger gegeben, die daran zerbrochen sind.

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