Leserbrief
«Der Bushof kommt trotzdem so, wie er geplant ist»

Zur Gemeindeabstimmung über den Bebauungsplan Therma-Areal Sursee

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Zersiedelung stoppen? Sind Hochhäuser ein Mittel dazu? Ja, sicher. Aber doch nicht in Sursee! Der höchste Turm in Sursee ist seit über 50 Jahren der UFA-Turm am Bahnhof. Er ist potthässlich, aber niemand stört sich daran. Das neue Pax-Gebäude würde genauso hoch. Hochhäuser brauchen weniger Land und tragen zur Verkehrsberuhigung bei. Natürlich wächst die Bevölkerung dadurch. Aber wer in Sursee wohnt, muss nicht mit dem Auto nach Sursee fahren. Es würde mich mehr beunruhigen, wenn neue Arbeitsplätze gebaut würden. Die ziehen nämlich die Leute nach Sursee – meistens mit dem Auto. Den Verkehr in Sursee produzieren nicht wir Surseer, sondern unsere Nachbarn. Das sind Facts. Wenn bei uns nicht gebaut wird, tun es unsere Nachbardörfer. Die Pläne dazu liegen bereits in der Schublade.

Die Leute wollen nun mal unbedingt in Sursee wohnen, die Nachfrage ist gross. Und je mehr Wohnungen es gibt, desto mehr sinken die Mieten. Leerwohnungen wird es immer geben, das ist der Markt und vorteilhaft für Mieterinnen und Mieter.

In dieser Abstimmung geht es nur um den Bebauungsplan des Therma-Areals. Sie hat mit der künftigen Ausgestaltung des Bushofs nichts zu tun. Der Stadtrat informiert seit fünf Jahren regelmässig über die beiden Projekte an Orientierungsversammlungen. Interessierte wissen längst Bescheid.

Der Bushof kommt trotzdem so, wie er geplant ist, auch wenn der Bebauungsplan abgelehnt wird. Das kann man nicht stoppen. Darum stimme ich Ja am 28. Juni zum Therma-Areal.

Susan Widmer, Sursee