Mittelländer Ausstellung
Irgendwie sah man das Debakel kommen

Den Entscheid die mia zur Bezahlmesse zu machen war bereits im vornherein zum Scheitern verurteilt. Ob ein Wechsel der Trägerschaft tatsächlich zum Erfolg führt bleibt allerdings fragwürdig.

Oliver Menge
Oliver Menge
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Eröffnung der mia 2016 in Grenchen: Sandro Keller
34 Bilder
Roland Fürst
Messeleiter Sandro Keller
Der Stadtpräsident Grenchens.
Der Stadtpräsident Grenchens.
Benedikt Scholl, OK-Chef Bauernzelt
Landammann Roland Fürst
Sondershow zum Thema Wasser.
Stadtpräsident Francois Scheidegger inmitten der geladenen Gäste.
Gelöste Stimmung beim Apéro in der Läberbärger Stube.
Sonderschau Recycling
Raphael Hagmann von der Sonderschau Wasser.
SWG-Chef Per Just im Gespräch mit Landammann Roland Fürst
Nun ist die grosse Rutsche in Betrieb.
Noch ist das Velodrome nicht stark frequentiert.
BikeControl
Theo Stauffer von BikeControl macht es vor.
Landammann Roland Fürst fährt über die Wippe
Helm für den Stapi ist obigatorisch
François Scheidegger auf dem Parcours
Sandro Keller gratuliert den beiden.
Lauras Stern - Traummonstershow
Die ersten Besucherinnen und Besucher.
Luzia Meister, David Baumgartner, Silvan Granig und Heinz Westreicher lassen sich durchschütteln.
Margrit Geissbühler, Gemeindepräsidentin von Leuzigen im Gespräch.
Kinder-Erlebniswelt
Kinder-Erlebniswelt
Der Marsch der geladenen Gäste
Informationen aus erster Hand.
Hau den Wurm
Hier muss man schnell sein.
Eröffnung der mia 2016 in Grenchen
Auch der Sunnepark ist an der mia vertreten.
Der Gewürz-Egge ist wie jedes Jahr wieder mit von der Partie.

Eröffnung der mia 2016 in Grenchen: Sandro Keller

Oliver Menge

Was braucht es, um eine Messe in einer kleinen Stadt wie Grenchen zum Erfolg zu bringen und Geld damit zu verdienen? Diese Frage dürften sich die bisherigen Veranstalter aus der Ostschweiz oft gestellt haben. Quasi über Nacht mussten sie eine Messe ohne Namen übernehmen, belastet mit einem schweren Erbe.

Die «mia» zog zweifellos in früheren Jahren die Leute in Scharen an und bescherte auch regionalen Ausstellern gute Geschäfte. Aber am Ende der Ära Möri wurde viel Geschirr zerschlagen und viel Goodwill vernichtet. Mit dem Kauf der Marke «mia» wollte die Stadt das Steuer herumreissen – das hat nicht wirklich geklappt, wie man sieht. Den Wechsel von der Gratis- zur Bezahlmesse diesen Frühling goutierte niemand, schon gar nicht all die Grenchner, die die alten Zeiten herbeisehnten und aus Trotz der Messe fernblieben.

Das Debakel zeichnete sich ab.

Dass die Stadt nun auf eine regionale Trägerschaft setzen will, ist zwar lobenswert, aber mit wenig Aussicht auf Erfolg.

Messen sind Auslaufmodelle. Wer ein Schnäppchen machen will, der macht dies auf «Siroop», «DeinDeal» oder so. Die Zeiten von Messerabatten sind auch vorbei, die Geschäfte können sich diese schlicht nicht leisten angesichts der Konkurrenz aus dem World Wide Web.

Halten können sich noch Messen mit Festhüttencharakter und attraktivem Beigemüse – Treffpunkte, wo man hingeht, um «zu sehen und gesehen zu werden». Wäre es denn nicht schlauer, nur auf diesen Aspekt zu setzen? Oder es gar ganz bleiben lassen?