Granges Politiques
75 Prozent landen in der Sozialhilfe

Die herrschende Willkommenskultur führt dazu, dass die Schweiz derzeit mit Asylbewerbern überschwemmt wird.

Heinz Müller*
Heinz Müller*
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Laut dem Autor liegen Dreiviertel der Asylbewerber später den Gemeinden auf der Tasche. (Symbolbild)

Laut dem Autor liegen Dreiviertel der Asylbewerber später den Gemeinden auf der Tasche. (Symbolbild)

Die herrschende Willkommenskultur führt dazu, dass die Schweiz derzeit mit Asylbewerbern überschwemmt wird. Darunter leider sehr viele unechte Wirtschaftsflüchtlinge. Die Aufnahmekapazitäten der Kantone geraten an ihre Grenzen.

Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch an Grenchen Begehrlichkeiten für weitere Asylunterkünfte oder -zentren gerichtet werden.

Asylsuchende kosten Gemeinden nichts, betonen der Bund und Kanton immer wieder. Doch das stimmt nur kurzfristig, wie Zahlen aus der Gemeinde Aarburg belegen.

Dort hat SVP-Gemeinderätin Martina Bircher aufgerechnet, wie stark und langfristig ehemalige Asylbewerber die Gemeindekasse wirklich belasten.

Die Realität sieht düster aus. Wenn man die Zahlen von Asylstatistik und Sozialstatistik vergleicht, zeigt sich, dass unter dem Strich 75 Prozent der Asylbewerber am Schluss in der Sozialhilfe landen.

Oder anders formuliert: Dreiviertel von ihnen liegen später den Gemeinden auf der Tasche. Denn die Gemeinden sind es, welche die Sozialhilfe finanzieren.

Wenn Asylbewerber eine Aufenthaltsbewilligung erhalten (Status B oder F), bleiben sie vorerst in der finanziellen Obhut des Bundes. Fünf oder sieben Jahre lang kümmert sich dieser um ehemalige Asylbewerber.

Dann allerdings gehen die Menschen in die Obhut der Gemeinden über. Und dann wird es richtig teuer, weil Sozialfälle nicht an andere Gemeinden abgeschoben werden können.

Vor allem die Eritreer, die in grosser Zahl in die Schweiz kommen, sind in unserer Volkswirtschaft mangels Bildung kaum von Nutzen. Sie landen später fast alle in der Sozialhilfe.

Das bestätigte jüngst auch der aargauische Sozialdienst. Man kann davon ausgehen, dass es im Kanton Solothurn nicht anders aussieht – obwohl dieser mit konkreten Zahlen und Aussagen aus politischen Gründen leider sehr zurückhaltend ist.

Wenn der Kanton oder der Bund dereinst die Stadt Grenchen mit Asylbewerbern fluten will, müssen sich die Verantwortlichen bewusst sein, dass die meisten dieser Menschen bleiben werden. Und zwar in einer Stadt, die ohnehin schon über eine hohe Soziallast und Ausländerquote verfügt.

Sollte dies dereinst passieren, würde die SVP Grenchen peinlich genau darauf achten, dass nur integrierbare echte Flüchtlinge, die überhaupt je mal eine Schule besucht und auf dem Arbeitsmarkt eine Chance haben, nach Grenchen kämen. Unechte, bildungsferne Wirtschaftsflüchtlinge wollen wir in Grenchen keine sehen.

Die Verantwortlichen der Stadt sind gut beraten, hier frühzeitig klare und deutliche Akzente zu setzen. @ redaktion@grenchnertagblatt.ch

* Heinz Müller, Fraktionschef SVP