Persönlich
Eine Ode an den besten Schuh der Welt

Obwohl die Chucks im Mainstream angekommen sind, haben sie nichts von ihrer Coolness verloren, findet bz-Redaktor Dimitri Hofer.

Dimitri Hofer
Dimitri Hofer
Drucken
Teilen
Das Original : Converse "Chuck Taylor All Star"

Das Original : Converse "Chuck Taylor All Star"

Keystone

Wäre er nicht seit einem halben Jahrhundert tot, würde ich Chuck Taylor einen Brief schreiben. Und ihm danken, dass ich mir keine Gedanken über meine Fussbekleidung mehr machen muss.

Jedes halbe Jahr besorge ich mir ein neues Paar der vom amerikanischen Basketballer in Mode gebrachten Turnschuhe und habe wieder Ruhe. Seit ich als Teenager erstmals in die sogenannten Chucks gestiegen bin, lasse ich nichts anderes mehr an meine Füsse. Die Treter aus dem Hause Converse sind federleicht, sehen in ihrer Schlichtheit super aus und kosten nicht viel.

Ich trage sie jeden Tag, auch wenn es regnet oder Schnee liegt. Anderes Schuhwerk habe ich gar nicht mehr – einmal abgesehen von den Wanderschuhen, die ich mir kürzlich gekauft habe. Schlechte Erfahrungen in rutschigem Gelände haben mich dazu gebracht, kurz untreu zu werden.

Mit meiner Vorliebe für den Turnschuh stehe ich keineswegs allein da. Superstars wie James Dean, Elvis Presley und Mick Jagger haben ihn schon getragen. Selbst Ottonormalbürger laufen in ihm durch das Dorf und die Stadt. Obwohl schon lange im Mainstream angekommen, hat er nichts von seiner Coolness verloren. Mit mehr als einer Milliarde verkaufter Exemplare ist er der meistverkaufte Schuh aller Zeiten.

Es ist nicht abzusehen, dass ich mich irgendwann gegen die heiss geliebten Latschen entscheiden werde. Mir gefällt die Vorstellung, als alter Knacker in Chucks auf der Veranda zu sitzen.

Aktuelle Nachrichten