Hartes, aber richtiges Urteil

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Bei der Befragung der Zeugen sagte Gerichtspräsident Daniel Peyer zur einen Zeugin sinngemäss: «Können Sie sich an den Vorfall erinnern? Immerhin erlebt man ja einen solchen Angriff nicht jedes Mal im Ausgang.» Zum Glück stimmt dies zwar grundsätzlich. Und doch ist immer wieder von tätlichen Angriffen und Schlägereien insbesondere an Wochenenden zu lesen.

Dabei sind fast immer junge Männer involviert, die wohl basierend auf einem falsch verstandenen Männerbild ihre Fäuste spielen lassen, um ihr Revier abzustecken und klar zu machen, wer der Chef im Ring ist. Letztlich sind diese Gewaltausbrüche ein gesellschaftliches Problem. Offensichtlich haben diese jungen Männer nie gelernt, dass man Konflikte auch anders – nämlich mit Worten – lösen könnte. Und offenbar hat ihnen auch niemand gesagt, wie tragisch ihre unüberlegten Macho-Ausbrüche enden könnten. Deshalb ist das Urteil von einem halben Jahr Gefängnis unbedingt zwar hart, aber richtig. Denn das Signal ist klar: Solche Gewalt, auch wenn sie aus dem Affekt passiert, wird in unserer Gesellschaft nicht toleriert und entsprechend geahndet.