Verkehr
Stadtzürcher Busspuren werden nicht für Taxis freigegeben

Die Busspuren in der Stadt Zürich bleiben in der Regel exklusiv den Bussen vorbehalten. Ein Postulat, mit dem die SVP die Freigabe der Spuren für Taxis forderte, scheiterte am Mittwochabend mit 78 zu 41 Stimmen.

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Taxis dürfen doch nicht auf Stadtzürcher Busspuren fahren – bis auf wenige Ausnahmen.

Taxis dürfen doch nicht auf Stadtzürcher Busspuren fahren – bis auf wenige Ausnahmen.

Symbolbild: KEYSTONE / Georgios Kefalas

Taxis würden auch Aufgaben im direkten öffentlichen Interesse erfüllen, beispielsweise im Rahmen von Schulfahrten für Kinder oder beim Transport von Personen mit einer Beeinträchtigung, brachten die Postulanten vor.

Sie verwiesen auch darauf, dass das Taxigewerbe bei guter Auslastung mithelfe, die Anzahl Fahrten des privaten lndividualverkehrs zu reduzieren und den Suchverkehr nach Parkplätzen zu vermindern.

SVP-Fraktionspräsident Roger Bartholdi.

SVP-Fraktionspräsident Roger Bartholdi.

Melanie Duchene / KEYSTONE

Heute seien erst einige wenige Busspuren für Taxis freigegeben. Mit einer Freigabe von weiteren Busspuren würden die Taxifahrenden sowie ihre Kundinnen und Kunden von unnötigen und teuren Wartezeiten in Staus befreit, brachte Roger Bartholdi (SVP) vor.

Nachteile für den öffentlichen Verkehr und Busfahrplan

Die Grünliberalen hätten gern die Einschränkung eingebracht, wonach die Busspuren nur für Taxis mit Elektroantrieb freigegeben werden sollten. Darauf wollte sich die SVP aber nicht einlassen.

Zürcher Stadträtin Karin Rykart (Grüne).

Zürcher Stadträtin Karin Rykart (Grüne).

zvg

Am Ende fiel das unveränderte Postulat durch. Die zuständige Stadträtin Karin Rykart (Grüne) hatte darauf hingewiesen, dass sich Mehrverkehr auf den Busspuren auf den öffentlichen Verkehr und den Fahrplan auswirken würde. «Taxis auf Busspuren könnten deshalb nicht zur Regel gemacht werden.»

In einzelnen Fällen, in denen das grundsätzlich nachvollziehbare Anliegen ohne Nachteile umgesetzt werden könnte, würden aber weiterhin Ausnahmen bewilligt, sagte Rykart. (sda)