Zürich
Stadtrat entscheidet: Airbnb-Wohnungen gelten jetzt nicht mehr als Wohnanteil

Befristet vermietete Zweitwohnungen in der Stadt Zürich sollen nicht mehr zum Wohnanteil, also dem vorgeschriebenen Anteil von Wohnraum in der Stadt, angerechnet werden können. Der Zürcher Stadtrat hat dem Gemeinderat eine entsprechende Anpassung der Bau- und Zonenordnung (BZO) unterbreitet.

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In der Stadt Zürich gibt es rund 8400 Zweitwohnungen. (Symbolbild)

In der Stadt Zürich gibt es rund 8400 Zweitwohnungen. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Davon betroffen sind etwa Business-Apartments oder Wohnungen, die über Vermietungsportale wie Airbnb vermietet werden, wie der Zürcher Stadtrat am Montag mitteilte. Nun muss der Zürcher Gemeinderat über die Festsetzung dieser BZO-Teilrevision entscheiden.

Der Gemeinderat hatte diese im Januar vom Stadtrat gefordert, um Erstwohnungen zu schützen. Eine Mehrheit des Gemeinderats wollte auch, dass Hotelnutzungen nicht mehr dem Wohnanteil angerechnet werden können.

Wie der Stadtrat mitteilte, verzichte er aber auf eine solche Regelung. Eine nutzplanerische Regulierung oder räumliche Einschränkung der Hotellerie sei «nicht sinnvoll», heisst es in der Mitteilung. Eine gewisse Heterogenität innerhalb der Wohnzonen sei durchaus erwünscht.

In der Stadt Zürich gibt es rund 8400 Zweitwohnungen. Das sind 3,8 Prozent der Wohnungen. Nicht zu den Zweitwohnungen zählen unter anderem Wohnungen, die von Personen mit Wochenaufenthalt oder von Studierenden gemietet werden.