Kanton Zürich
Kantonsrat will Steuerabzüge für Krankenkassenprämien erhöhen

Steuerzahlerinnen und Steuerzahler im Kanton Zürich sollen für ihre Krankenkassenprämien künftig höhere Abzüge geltend machen können. Der Kantonsrat hat einem Gegenvorschlag des Regierungsrats zu einer Volksinitiative der SVP zugestimmt.

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Gemäss einem Gegenvorschlag des Regierungsrats sollen Ledige künftig 2900 Franken (bisher: 2600 Franken), Verheiratete 5800 Franken (5200 Franken) abziehen können. Gemäss Schätzungen würde das bei Kanton und Gemeinden zu jährlichen Mindereinnahmen von rund 45 Millionen Franken führen.

Die Volksinitiative der SVP mit dem Titel «Gerechtigkeit schaffen – Krankenkassen-Prämienabzug der Realität anpassen» hingegen will deutlich weiter gehen. Sie fordert 3600 Franken für Ledige, 7200 Franken für Verheirate sowie 1500 Franken für Kinder (bisher 1300 Franken).

Verheiratete dürfen künftig 5800 Franken abziehen, lautet ein Vorschlag.

Verheiratete dürfen künftig 5800 Franken abziehen, lautet ein Vorschlag.

Keystone

Der Kantonsrat hat sich mit 120 zu 49 Stimmen für den Gegenvorschlag und gegen die Volksinitiative ausgesprochen. Der Gegenvorschlag geht nun an die Redaktionskommission, wo er für die Redaktionslesung vorbereitet wird.

Noch offen ist, ob die SVP ihre Volksinitiative zurückziehen wird. Tut sie dies, kann der Gegenvorschlag ohne Volksabstimmung in Kraft treten. Andernfalls werden sowohl die Volksinitiative als auch der Gegenvorschlag den Stimmberechtigten vorgelegt. (sda)

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