Street Parade

In Zürich wird zum 20. Mal zu fetten Beats abgetanzt

Raverinnen an der Street Parade 2010

Raverinnen an der Street Parade 2010

Was als Anlass mit 1000 Personen angefangen hat, ist heute ein Grossevent: Die legendäre Techno-Parade zieht diesen Samstag als Jubiläumsausgabe unter dem Motto «Love, Freedom, Tolerance & Respect» durch Zürich.

Vorbild für Zürich war die Loveparade, die erstmals 1989 in Berlin stattfand. Gründer Marek Krynski erinnert sich, er sei eines Nachts aufgewacht mit der Idee im Kopf, den Anlass in Zürich durchzuführen. Dem Demonstrationsaufruf zu «Liebe, Friede, Freiheit und Lebensfreude» folgten 1992 mehr als 1000 Personen.

«Unerträgliche Immissionen»

Die Route führte damals noch durch einen Teil der Bahnhofstrasse. Ein Jahr später waren es bereits über 10000 Menschen, die zur Musik von 13 Love-Mobiles tanzten. Fast wäre die zweite auch bereits die letzte Street Parade geblieben: Der damalige Polizeivorstand Robert Neukomm (SP) wollte für die dritte Ausgabe im Jahr 1994 zunächst keine Bewilligung erteilen – wegen «unerträglichen Immissionen».

Schliesslich bewilligte die Stadt den Anlass doch. In den folgenden Jahren wuchs die Street Parade zu einem immer grösseren Anlass. Im Rekordjahr 2001 besuchte eine Million Menschen die Street Parade, die inzwischen entlang dem Zürcher Seebecken führte.

Schlägereien verhindern

Mittlerweile seit drei Jahren sind Outdoor-Bars nicht mehr erlaubt. Die Stadt will mit dieser Massnahme den Alkoholkonsum reduzieren und Schlägereien während der Parade verhindern – mit Erfolg: So gab es 2007 insgesamt 31 Schlägereien mit Körperverletzungen, im vergangenen Jahr waren es noch fünf. Einen definitiven Entscheid zu Outdoor-Bars fällt der Stadtrat 2012.

Zur Jubiläumsausgabe erwarten die Veranstalter bei schönem Wetter bis zu 900000 Besucher. 30 Love-Mobiles sind dabei und die SBB setzen 105 Extra- und Nachtzüge ein. Das Sicherheitskonzept vom letzten Jahr wird beibehalten. Nach der Massenpanik bei der Loveparade 2010 in Duisburg hatten die Organisatoren das Konzept angepasst. So werden etwa sämtliche Zufahrtsstrassen zur Route freigehalten. (SDA)

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