Das Geld wird benötigt, um zusätzliche Nutzungsanforderungen und Anforderungen der künftigen Betriebsführung erfüllen zu können, wie der Regierungsrat am Mittwoch mitteilte. Dies betrifft unter anderem Projektänderungen im Zusammenhang mit dem Gefängnisbetrieb wegen neuer Anforderungen an die Untersuchungshaft.

Das Flächenangebot innerhalb des Gebäudes wurde erweitert und optimiert. Dadurch können das Kommando der Kantonspolizei und die Oberstaatsanwaltschaft ebenfalls ins PJZ integriert werden. So stehen die Polizeikaserne und der heutige Standort der Oberstaatsanwaltschaft im Florhof mit dem Bezug des PJZ für neue Nutzungen zur Verfügung.

Gestiegenes Sicherheitsbedürfnis

Aufgrund der Grösse des Betriebs, der zahlreichen darin untergebrachten unterschiedlichen Organisationseinheiten und der Konzentration einer derart exponierten Staatsaufgabe steige das Sicherheitsbedürfnis, heisst es weiter. Dadurch resultiert ein zusätzlicher Personalbedarf für den Betrieb des PJZ von 40,5 Stellen.

Ausserdem ist der Betrieb des neuen Gefängnisses mit zahlreichen neuen Aufgaben verbunden. So kommt etwa neu ein 24-Stunden-Eintrittsbetrieb sowie eine eigene Krankenabteilung hinzu.

Die Vorgaben für die Untersuchungshaft verlangen die Ausrichtung des Betriebs am Normalisierungsprinzip für die Bereiche Wohnen, Beschäftigung, Bildung, Freizeit und Besuchswesen, während er gleichzeitig die Sicherheitsansprüche des Gefängnisbetriebs erfüllen muss, wie es in der Mitteilung heisst.

All dies erfordere mehr personelle Ressourcen als ein herkömmlicher Betrieb für die Untersuchungs- und Sicherheitshaft. Daraus resultiert ein Bedarf von 126 neuen Stellen beim Amt für Justizvollzug. Darin enthalten sind 56 Stellen, die von der Sicherheitsdirektion zur Justizdirektion verschoben werden.