Limmattal

Weinreben trotzen der Kälte: «Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen»

Der Frost hat die Reben in Weiningen grösstenteils verschont. (Themenbild)

Die gestrige Nacht brachte wieder vereinzelt Bodenfrost mit sich. Die hiesigen Weinreben wurden grösstenteils verschont. Die Kälteperioden zeigen jedoch auf, dass trotz Klimaerwärmung auch Frostnächte nicht seltener werden.

Frostiges Erwachen: Am Dienstagmorgen sank das Quecksilber vielerorts wieder unter Null. In Zürich etwa wurden um 5 Uhr minus 1,4 Grad gemessen, wie «SRF Meteo» twitterte. Der schwache Wind und die klare Nacht begünstigten die Entstehung von Bodenfrost. Obstbauern beobachten die kalten Nächte mit Sorgenfalten. Die Situation erinnert an diejenige von 2017, als Obstbauern grosse Ertragsausfällen erlitten. Auch die Weinbauern in Weiningen mussten dazumal grosse Verluste einstecken.

Dieses Jahr halten sich die Schäden – zumindest was den Rebbau angeht – noch im Minimalbereich. «Vereinzelte Triebe von bodennahen Jungreben haben Schaden genommen. Insgesamt sind wir jedoch mit einem blauen Auge davongekommen», sagt der Weininger Winzer Hans Heinrich-Haug. Sein Sohn Robin Haug bestätigt: «Triebe von mehrjährigen Reben zeigen in Weiningen keine Schäden. In Schaffhausen gab es parzellenweise durch den Bodenfrost bedingte Schäden, aber von einem strukturellen Problem kann man nicht sprechen.» Zu verdanken sei dies auch dem leicht bewölkten Himmel. «Mit freiem Himmel wäre der Schaden grösser gewesen.»

Frostgefahr trotz Klimaerwärmung

Auch wenn das letzte Jahr ohne Ernteeinbussen auskam, die diesjährigen Wetterbedingungen führten einem erneut die Frostgefahr, die trotz der Klimaerwärmung bestehen bleibt, vor Augen, erklärt Robin Haug. «Nebst Dürren und Trockenheit erleben wir immer noch sehr tiefe Temperaturen. Frühjahrsfrost bleibt eine grosse Gefahr für die Reben.»  

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