Für die bereits angelaufene Sanierung des Schützenhauses Albisgütli in Zürich hat der Kantonsrat am Montag insgesamt zwei Millionen Franken bewilligt. Davon ist eine halbe Million für ein Heizsystem ohne fossile Energie reserviert. Die Schützengesellschaft der Stadt Zürich (SGZ), die das Albisgütli besitzt, setzt weiterhin auf den Einbau einer Gasheizung, wie ihr Projektverantwortlicher Michael Bloch gestern sagte. Infrage kommt auch Biogas als nicht fossile Energiequelle. So hatten es die Grünliberalen auf Nachfrage von Regierungsrat Ernst Stocker (SVP) im Kantonsrat präzisiert. «Wir prüfen jetzt, was der Entscheid des Kantonsrats für uns bedeutet», so Bloch.

Zahlt Blocher?

Das neue Heizsystem werde noch in der ersten Sanierungsetappe eingebaut. Die Kosten für diese Etappe sind auf 12,7 Millionen Franken veranschlagt. Die Finanzierung ist laut Bloch gesichert durch SGZ-Eigenkapital, Spenden und Hypotheken. Zur Frage, ob auch SVP-Doyen-Christoph Blocher zu den Spendern zählt, wollte sich Bloch nicht äussern. Blocher hat das Albisgütli zur landesweit bekannten Politbühne gemacht. Der Milliardär aus Herrliberg liess eine Anfrage, ob er für die Albistgütli-Sanierung spendete, gestern ebenfalls unbeantwortet.

Nach der ersten Sanierungsetappe soll das Albisgütli Anfang 2020 wiedereröffnet werden. Wann die zweite und die dritte Etappe der Sanierung folgen, ist gemäss Bloch noch offen. Erst für diese ist der Kantonsbeitrag von 1,5 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds verfügbar. Der Regierungsrat sprach sich für den Kantonsbeitrag aus, weil das Albisgütli als Knabenschiessen-Standort wichtig sei. Alles in allem ist die Albisgütli-Sanierung auf 15 bis 16 Millionen Franken veranschlagt. (mts)