2018 war für die Regiospitex Limmattal, die in den Gemeinden Dietikon, Schlieren und Urdorf wirkt, ein Jahr voller Höhepunkte, es stellte aber auch eine grosse Herausforderung dar. Dies geht aus dem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht hervor. Denn einerseits feierte die Organisation ihr zehnjähriges Bestehen; 2008 hatten sich die kommunalen Vereine zusammengeschlossen. Andererseits stieg die Arbeitslast markant an. Im vergangenen Jahr leisteten die rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insgesamt 49'239 Stunden. Gegenüber dem Vorjahr, als noch 43'207 Stunden verrechnet wurden, entspricht dies einem grossen Plus von 14 Prozent.

Personal-Pool eingeführt

Diese Entwicklung führt Vereinspräsident Jürg Brändli im Geschäftsbericht darauf zurück, dass der Grundsatz ambulant vor stationär konsequent umgesetzt werde. «Von uns wird erwartet, dass wir noch besser dafür sorgen, dass Menschen, die Pflege und Hilfe bei der Bewältigung des Alltags benötigen, so lange wie möglich und sicher zu Hause leben können.»

Die zusätzlichen Stunden konnten dank eines auf Beginn des letzten Jahres eingeführten Personal-Pools geleistet werden, wie Geschäftsleiterin Elsbeth Liechti schreibt. Dank diesen 15 Fachpersonen, die flexible Arbeitszeitwünsche haben, konnte die Mengenausweitung aufgefangen werden.

Die Regiospitex Limmattal dürfte im nächsten Geschäftsbericht eine weitere Steigerung vermelden. Denn der Trend ist eindeutig – seit 2014, als noch knapp 36'200 Stunden geleistet wurden, steigen die verrechneten pflegerischen und hauswirtschaftlichen Stunden von Jahr zu Jahr. Zudem wird auch das Angebot ausgebaut. Seit Februar 2019 bietet die Regiospitex Limmattal – gemeinsam mit den weiteren Spitex-Organisationen im Bezirk – neu auch eine Nachtspitex an. Diese ist gemäss Liechti ein unverzichtbares Angebot, vor allem auch bei der palliativen Pflege.

Wachstum im Pflegebereich

Wie ein Blick in die Statistik zeigt, ist das Wachstum auf den Pflegebereich zurückzuführen. Dort leisteten die Mitarbeiter der Regiospitex im vergangenen Jahr 40'259 Stunden bei 855 verschiedenen Kunden. Ein Jahr zuvor waren es noch 34'672 Stunden bei praktisch gleich vielen Kunden. Im Bereich der hauswirtschaftlichen und betreuerischen Leistungen war ein leichtes Plus von 8535 auf 8980 Stunden zu verzeichnen. Die Altersstruktur der Kunden bietet keine Überraschungen; je älter Personen sind, desto eher beanspruchen sie erwartungsgemäss Spitex-Leistungen. Von den knapp 2800 über 80-Jährigen im Versorgungsgebiet zählten im vergangenen Jahr 486 – oder fast jeder sechste – zum Kundenstamm.

Die Jahresrechnung der Regiospitex Limmattal weist bei einem Gesamtaufwand von 6,1 Millionen Franken unter dem Strich ein Plus von 220'000 Franken aus. Dieses wird den Partnergemeinden anteilsmässig zurückerstattet.