Weiningen

Trotz Vorverschiebung war der achte Trüffelmarkt ein Erfolg

Zum achten Mal findet der Trüffelmarkt statt.

Zum achten Mal findet der Trüffelmarkt statt.

Besucher aus der ganzen Schweiz haben in Weiningen die Spezialitäten und das schöne Wetter genossen. Einige der Standbetreiber kehren immer wieder zurück: «Wir sind zum achten Mal am Trüffelmarkt - und jedes Mal war es super», sagt die Fricktalerin Dominique Bise.

Trüffel hier, Trüffel da, Trüffel dort: An den Ständen werden Häppchen, Chips, Aufstriche, Butter und vieles mehr genascht, beim Bankett wird derweil reichlich Risotto gegessen.
«Wir sind zum achten Mal hier in Weiningen – und es war jedes Mal super», sagt die Fricktalerin Dominique Bise, während sie an ihrem Stand eine Kundin bedient. Die 57-Jährige selbst mag den Trüffelgeschmack jedoch nicht so sehr: «Das schönste am Trüffeln ist für mich eher das Suchen. Das zweitschönste ist, wenn die Leute dann Freude an meinen Produkten haben.»

Begleitet wird die Unternehmerin von ihrem 13-jährigen Pflegesohn Francis, der kleine Trüffelbutter-Häppchen zum Probieren zubereitet. «Am liebsten habe ich Trüffelbutter auf Nudeln», sagt Francis. «Aber meistens esse ich die Knolle nur auf Märkten oder wenn sie gerade die Saison hat. Es soll schliesslich etwas Spezielles sein.»

Dass der Trüffel etwas Spezielles ist, findet auch Fredy Balmer, ältester Trüffeljäger der Schweiz und Präsident der Schweizerischen Trüffelvereinigung: «Die schwarze Knolle ist faszinierend, weil sie auf den ersten Blick unspektakulär wirkt.» Der Koch aus Murten sammelt seit 1969 und hat ein einfaches Lieblingsrezept: Drei Eier am Vorabend aufschlagen, 20 Gramm Burgundertrüffel reinhobeln und am nächsten Morgen als Omelette zubereiten. «Der Weininger Markt gehört zu den guten. Das schöne romantische Städtchen passt wirklich zum Produkt», sagt der 70-Jährige. Jedoch seien weniger Leute anwesend, weil der Termin wegen des Weinfests vorverschoben wurde. «Der Erfolg ist jedoch da, wir haben eine tolle Stimmung und das Wetter ist schön.»

Dem stimmt auch Giovanni Saraceno zu, der am Trüffel-Fondue-Stand des Trüffel-Veredlers René Weber aushilft. «Es sind trotzdem viele Leute gekommen. Wir sind überrascht, wie gut es läuft», so der Koch, der vor 20 Jahren seine Lehre bei Weber gemacht hat. Sie kämen seit acht Jahren aus Zollikon her, um ihre Spezialitäten zu verkaufen. «Auch wenn der Anlass wegen der Verschiebung jetzt stattfindet, also vor Beginn der Saison Ende September, ist es kein Problem, weil wir dieses Jahr viel guten Trüffel hatten», so Weber. Sein Lieblingsrezept ist ein gutes Trüffel-Risotto – oder das eigene Trüffel-Fondue.

Marktbesucher Werner Simon schmeckt das Fondue: «Meine Familie und ich sind zwar gerade am Risotto essen, aber ich musste mich davonstehlen, um hier nochmals naschen zu können», sagt der Basler, der zum ersten Mal nach Weiningen gekommen ist. «Auf dem Trüffelmarkt herrscht eine wunderbare Stimmung», sagt er zufrieden.

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