Dietikon

Studio Dietikon versorgt den Rapidplatz mit Schatten – deshalb sollen Pavillons den Dialog fördern

Stadtpräsident Roger Bachmann und die Pavillons.

Stadtpräsident Roger Bachmann und die Pavillons.

Die Schattenpavillons auf dem Rapidplatz sollen als Ausgangspunkt für einen Dialog mit den Bewohnern des Quartiers dienen.

Der Rapidplatz im Limmatfeld war lang «eine Wüste», wie Quartiervereinspräsident Peter Metzinger sagte. So lange wurde Schatten gefordert. Seit diesem Freitag ist diesem Wunsch bis zu einem gewissen Punkt Genüge getan. Das Studio Dietikon weihte nämlich Schattenpavillons auf dem Rapidplatz ein.

Die Pavillons bestehen aus einem Metallrahmen. Als Schattenspender dienen Holzlatten, welche am Dach des Pavillons befestigt wurden. Unter den Pavillons befinden sich verschiedene Paletten, welche flexibel zu Sitzmöbeln zusammengesteckt werden können. Aufgrund der komplexen Bausituation auf dem Rapidplatz musste sich das Studio Dietikon an viele Vorgaben halten. Aus diesem Grund durften die Pavillons keine richtigen Dächer haben und müssen sich abtransportieren lassen. «Wir haben eine temporäre Bewilligung bis im Oktober. Anschliessend werden wir je nach Rückmeldungen weiter entscheiden», sagt Anna Nemeth vom Studio Dietikon. Die Pavillons haben ungefähr 50'000 Franken gekostet und werden aus dem Budget für Sofortmassnahmen gezahlt.

Pavillons sollen Dialog zum Rapidplatz ermöglichen

Für Roger Bachmann (SVP), Stadtpräsident von Dietikon, ist es eine Massnahme, welche einem die Hoffnung gebe, dass man das Problem lösen könne. «Es ist gut, dass endlich etwas passiert. Aber es gibt immer noch Probleme, welche wir lösen müssen. Der Spielplatz ist zum Beispiel ein wichtiges Anliegen der Anwohner», sagte Bachmann. Ebenfalls anwesend am Event war Peter Metzinger. Er kritisierte, dass das Studio Dietikon die Anwohnerinnen und Anwohner erst spät mit einbezogen habe: «Es gab zwar im Mai einen Workshop via Videokonferenz. Die Ideen der Einwohner zur Vergrösserung der beschatteten Fläche wurden jedoch nur minimal berücksichtigt». Einige Anwohner hätten sich deshalb bei ihm schon gestern beschwert.

Lena Wolfart vom Studio Dietikon verteidigte das Studio: «Es stimmt nicht, dass wir diese Vorschläge nicht berücksichtigt haben. Wir haben unter anderem auf Wunsch der Anwohner einen Abstand zwischen den beiden Pavillons eingefügt.» Das Studio Dietikon habe auch weitere Vorschläge aufgenommen und sei nach wie vor stets offen für Vorschläge.

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