Schlieren
Stadtrat beantragt beim Parlament 590'000 Franken, um Erneuerung des Reservoirs Lölimoos zu planen

Der Schlieremer Stadtrat möchte das in die Jahre gekommene Reservoir ­Lölimoos ersetzen. Das Bauvorhaben soll etwas mehr als acht Millionen Franken kosten.

LiZ
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Auf die Schlieremer kommen hohe Kosten in Sachen Wasserversorgung zu. Im Bild: Das entleerte Trinkwasserreservoir Bröggen in Schlieren im Jahr 2004.

Auf die Schlieremer kommen hohe Kosten in Sachen Wasserversorgung zu. Im Bild: Das entleerte Trinkwasserreservoir Bröggen in Schlieren im Jahr 2004.

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Wie der Stadtrat Schlieren mitteilt, beantragt er nun beim Parlament einen Kredit von 590’000 Franken für die Planung des Lölimoos-Projekts.

Im Dezember 2020 war bereits eine Vorstudie für das Projekt bewilligt worden. Die 40’000 Franken dafür sind im aktuellen Kreditantrag berücksichtigt. Im Februar 2022 schliesslich wurde eine Planungskommission für das Vorhaben gebildet. In der Kommission ist vom Stadtrat der Ressortvorsteher Werke, Versorgung und Anlagen vertreten. Hinzu kommen mehrere Verwaltungsangestellte mit Abteilungs- und Bereichsleitungsfunktion.

Mit seinem Antrag an das Parlament gibt der Stadtrat auch gleich den Terminplan für das Vorhaben bekannt: Noch im zweiten Semester dieses Jahres soll auch der Baukredit vor das Parlament kommen. Ein Jahr später soll das Volk an der Urne über die Sache abstimmen. Und im ersten Semester 2024 will die Stadt schliesslich mit dem Bau beginnen.

Und wie gross wird der Baukredit? Eine bereits erstellte Grobkostenschätzung kommt auf 8,1 Millionen Franken inklusive Mehrwertsteuer. Die Genauigkeit dieser Schätzung liegt bei plus minus 25 Prozent. Im weiteren Verlauf der Projektierung wird noch eine genauere Kostenschätzung erstellt.

Transportleitungen sind teils schon 128 Jahre alt

Zusätzlich zum Reservoir Lölimoos müssen mehrere Transportleitungen erneuert werden. Diese kosten weitere 900’000 Franken und lassen die Gesamtkosten also auf rund neun Millionen Franken ansteigen. Doch werden die neuen Leitungen nun separat vorangetrieben, sie werden somit nicht Teil des Baukredits sein. «Die Vorstudie hat gezeigt, dass die Transportleitungen unabhängig von der Sanierung des Reservoirs erneuert werden müssen», schreibt der Stadtrat hierzu in seinem Antrag an das Parlament. Die Transportleitungen haben ein beachtliches Alter. Teils haben sie Jahrgang 1894 und teils Jahrgang 1958.

Für das ganze Projekt waren bisher in der Schlieremer Investitionsplanung 2021-2025 insgesamt 6,5 Millionen Franken vorgemerkt. «In der kommenden Investitionsplanung wird die Investitionssumme angepasst», schreibt der Stadtrat hierzu.

Das Wasserreservoir Lölimoos in Schlieren befindet sich südlich des Siedlungsgebiets, im Wald oberhalb der Trublerhütte. Zusammen mit dem Reservoir Weid in Unterengstringen versorgt es die untere Druckzone der Wasserversorgung Schlieren sowie die unteren Druckzonen in Unterengstringen.

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