Persönlich
Piks und weg: Aber kommt das auch beim zweiten Mal gut?

Die Impferei machte auch vor mir nicht halt. Dabei ging alles ganz schnell und fast beschwerdefrei. Aber die zweite Impfung dürfte schwieriger werden.

Carmen Frei
Carmen Frei
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In der Stadthalle in Dietikon habe ich die erste Impfdosis erhalten. Die Sache war schnell vorbei. Aber es gibt ein Aber.

In der Stadthalle in Dietikon habe ich die erste Impfdosis erhalten. Die Sache war schnell vorbei. Aber es gibt ein Aber.

Sandra Ardizzone

Zu früh, wie immer, stehe ich um 11.20 Uhr im Impfzentrum in Dietikon. Mein Termin ist um 11.40 Uhr. Freundlich werde ich begrüsst, am Empfang werden die Personalien aufgenommen und man weist mich gleich in die Wartezone. Dann geht alles ganz schnell: Ich werde abgeholt, befragt, gepikst und dann in die Ruhezone gesetzt. 11.32 Uhr. Die 15 Minuten zähle ich genau herunter, dann verlasse ich die Stadthalle. Mit Pflaster am Arm und nach nicht einmal einer halben Stunde fahre ich wieder nach Hause.

Ich erinnere mich, wie ich mich für den Termin angemeldet habe. Ein bisschen mit Stolz erfüllt, dass ich eine der ersten im Bekanntenkreis war. Der Vorteil daran, wenn man bei einer Zeitung arbeitet und am Morgen die Nachrichtenlage abcheckt. Am Freitagmorgen, als der Kanton Zürich plötzlich Tempo machte, habe ich nicht eine Minute gezögert. Das kritische Denken, das mir an der Universität und im Journalismus eingetrichtert wurde, blieb für einmal auf der Strecke. Denn ich will bald wieder einmal reisen, und das dürfte wohl nur geimpft möglich sein.

Dennoch freue ich mich nicht auf die zweite Impfung. Es gibt da ein Planungsproblem: Ich ziehe einen Tag danach um. Also dann, wenn andere wegen der Impfung flachliegen. Es bleibt abzuwarten, ob meine Helfer mich dann gleich mit den Möbeln die Treppe hinuntertragen müssen.