Uitikon

Pachtvertrag fürs «Dörfli» wird aufgelöst – es bleibt noch bis am 10. Juli geöffnet

Die Gemeinde Uitikon und der Pächter Laszlo Szöllösy beenden den Vertrag für das Restaurant Dörfli vorzeitig – nach zweijähriger Zusammenarbeit.

Die Gemeinde Uitikon und der Pächter Laszlo Szöllösy beenden den Vertrag für das Restaurant Dörfli vorzeitig – nach zweijähriger Zusammenarbeit.

Das Restaurant Dörfli in Uitikon schliesst am 10. Juli. Der Pächter bleibt noch für die Saalbewirtschaftung im Üdiker-Huus zuständig.

Der Lockdown brachte viele Restaurants und Bars an ihre finanziellen Grenzen. Trotz den Lockerungen seit dem 11. Mai können einige Gastwirtschaften langfristig nicht mehr überleben und müssen schliessen.

So auch das Restaurant Dörfli in Uitikon. Der Pachtvertrag für das Restaurant beim Üdiker-Huus wird per 15. Juli ausserordentlich beendet. Der Pächter Laszlo Szöllösy und die Gemeinde als Verpächterin kamen gemeinsam zum Schluss, den Vertrag vorzeitig aufzulösen. Das Restaurant ist noch bis am 10. Juli offen. Szöllösy bleibt auch nach der Restaurantschliessung für die Saalbewirtschaftung im Üdiker-Huus zuständig – entweder bis eine Folgelösung gefunden wird oder bis Ende Jahr.

Szöllösy übernahm das «Dörfli» im März 2018, nachdem er 11 Jahre lang ein Restaurant in Wollishofen geleitet hatte. Er begleitete die damalige Renovation des Restaurants im Uitiker Zentrum. «Wir haben Boden, Lampen und vieles Weiteres erneuert», sagt er. Neben dem Restaurant bewirtschaftete er und seine drei Mitarbeiter alle Anlässe im Üdiker-Huus. «Alles lief tipptopp, bis das Coronavirus kam», sagt Szöllösy.

Veranstaltungen waren Haupteinnahmequelle

Bis Mitte Februar sei noch alles gut gewesen. Während der Coronakrise versiegten dann die Einnahmequellen. Veranstaltungen, aus denen ein Grossteil der Einnahmen kamen, durften nicht mehr stattfinden, und das Restaurant musste während des Lockdowns schliessen. Das Restaurant konnte am 11. Mai wieder öffnen, Veranstaltungen finden zurzeit aber kaum statt. Zwar sind im Verlauf des Jahres noch einige Anlässe geplant, doch ist nicht sicher, ob diese dann wirklich durchgeführt werden. «Dieses Risiko konnte ich nicht eingehen. Mit dem Restaurant allein könnten wir nicht überleben», sagt Szöllösy.

Auf die finanzielle Hilfe des Bundes mit einem zinsfreien Covid-19-Kredit verzichtete er. «Das ist zwar ein gutes Angebot, aber ich konnte mich nicht einfach verschulden, ohne zu wissen, wie ich das Geld zurückzahlen soll», sagt er.

Als er erkannte, dass das Projekt finanziell nicht mehr tragbar war, suchte er das Gespräch mit der Gemeinde Uitikon, die das Restaurant verpachtet. Zusammen entschieden sie, den Pachtvertrag vorzeitig zu beenden. Den Mitarbeitern wurde auf Ende Juli gekündet. «Ich muss der Gemeinde danken, die auf mich zugekommen ist und dass wir den Vertrag auflösen konnten. Für meine Mitarbeiter tut es mir aber sehr leid. Wir waren ein gutes Team», sagt Szöllösy.

Zurzeit kommt er immer noch frühmorgens ins «Dörfli», um das Mittagsmenü zu kochen. Wenn das Restaurant am 10. Juli schliesst, bleiben ihm und seinen Mitarbeitern noch fünf Tage, um das Restaurant aufzuräumen und zu putzen. Szöllösy geht danach für ein paar Tage in die Ferien. «Ich muss zuerst ein wenig den Kopf lüften. Falls Anlässe stattfinden sollten, werde ich aber wieder zurückkommen», sagt er. Die Mailadresse des «Dörfli» bleibe für die Reservation der Säle im Üdiker-Huus weiterhin verfügbar. Die Webseite werde nach der Schliessung angepasst.

Wie es mit dem Restaurant weitergeht, ist noch unklar. Die Gemeinde war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. In den nächsten Wochen will sie aber die Situation analysieren und das weitere Vorgehen bestimmen, wie im letzten «Gemeindekurier» kommuniziert wurde.

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