Mein Ding: Wohltätigkeit
«Die besten Freunde habe ich bei Kiwanis gefunden»: Auch im 32. Mitgliedsjahr ist er begeistert

Der Oberengstringer Urs Schmid setzt sich beim Kiwanis Club Limmattal-Zürich ein. Bei der wohltätigen Arbeit spornt ihn das positive Echo immer wieder aufs Neue an.

Carmen Frei
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Auch bei Urs Schmid zu Hause ist sein Engagement für den Kiwanis Club Limmattal-Zürich präsent.

Auch bei Urs Schmid zu Hause ist sein Engagement für den Kiwanis Club Limmattal-Zürich präsent.

Severin Bigler / ©

Urs Schmid und Kiwanis, das ­gehört schon lange zusammen. Schmid kam über einen Arbeitskollegen dazu und war von Anfang an begeistert. 1989 war er Gründungsmitglied des Kiwanis Clubs Zürich-Enge, dem er bis zur Pensionierung treu blieb. Kiwanis ist eine weltweit tätige, karitative Freiwilligenorganisation, die benachteiligte Menschen – insbesondere Kinder – unterstützt. Laut eigener Website ist Kiwanis das grösste Kinderhilfswerk nach Unicef.

Nach seinem Umzug nach Oberengstringen wechselte Schmid 2015 zum Kiwanis Club Limmattal-Zürich. «Dieser ist für seine Aktionen zu Gunsten Benachteiligter sehr bekannt», sagt er. Seit 2016 ist Schmid zudem PR-Direktor beim Kiwanis Club Limmattal-Zürich.

Ein grosses Jubiläum im kleinen Rahmen

Der Club konnte im letzten Jahr sein 40-jähriges Jubiläum feiern. Ursprünglich war eine gebührende Feier geplant. «Im Sommer 2020 haben wir uns dann entschieden, dass wir am 3. September nur einen kleinen Jubiläumsanlass durchführen und gleichzeitig ein Leuchtturmprojekt starten wollen», sagt Schmid. «An der vorangegangenen Mitgliederversammlung habe ich den Antrag gestellt, dass wieder einmal eine über mehrere Jahre laufende ­Sozialaktion gestartet werden soll.» Der Club entschied sich für «hiki» – ein Verein, der Familien mit hirnverletzten Kindern hilft. Bei Kiwanis-Aktionen wird nun jeweils ein Teil der Einnahmen an «hiki» gespendet.

Eine dieser ist die traditionelle Grittibänzaktion im Dezember. «Seit 2015 helfe ich dabei mit. Zwei Jahre später übernahm ich die Verantwortung», sagt Schmid. So fordernd wie im vergangenen Jahr sei die Grittibänzaktion noch nie gewesen. «Wir hatten natürlich ein Schutzkonzept», sagt er. Auch ihr Zulieferer habe sehr vorsichtig kalkuliert. «Er prognostizierte uns eine Reduktion von 40 Prozent des üblichen Umsatzes.»

Viel Echo nach der Grittibänzaktion

Doch die Aktion wurde ein voller Erfolg. Das sei auch ihrer neuen Partnerschaft mit «hiki» zu verdanken, sagt Schmid. Der Club habe noch nie so viel Echo erhalten. «Viele spendeten zusätzlich noch für ‹hiki›», freut er sich. Auch in seinem 32. Mitgliedsjahr ist Schmid immer noch mit Begeisterung dabei. «Einsatz für Benachteiligte und dafür ein Kinderlächeln zu empfangen, ist wunderbar», sagt er. «Die besten Freunde habe ich bei Kiwanis gefunden.»

Mit Leidenschaft wendet Schmid sich immer wieder neuen Projekten zu und ist auch überregional tätig. Die leicht über 200 Schweizer Kiwanis-Clubs sind zusammengefasst in 22 Divisionen. Der Division 14 steht er als «Lieutenant Governor elect» vor und darf einen Anlass für sie organisieren. Geplant ist ein Auftritt des Männerchors Engstringen zusammen mit der ukrainischen Folkloregruppe Tschernova Ruta. «Den Kontakt haben wir auf einer Reise in die Ukraine geknüpft», sagt er. Zum Anlass werden sie in die Schweiz eingeladen. «Die Einnahmen werden Kindern dieser Truppe zugutekommen.»

Mein Ding
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