Dietikon

Hausbesitzer erhalten einfacher Energie-Subventionen

«Wer interessiert ist, kann rasch sehen, mit welchem  Förderbeitrag er rechnen kann» – Anton Kiwic (SP) Bauvorstand Dietikon.

«Wer interessiert ist, kann rasch sehen, mit welchem Förderbeitrag er rechnen kann» – Anton Kiwic (SP) Bauvorstand Dietikon.

Am Dienstag ist das überarbeitete städtische Förderprogramm in Kraft gesetzt worden. Es steht eine halbe Million Franken zur Verfügung.

Die Stadt Dietikon unterstützt seit rund 30 Jahren Bauherren, die auf energieeffiziente Massnahmen setzen – doch jetzt will sie einen Zacken zulegen: «Die Zahl der Fördergesuche soll im Vergleich zu den vergangenen Jahren verdoppelt werden», sagt Stadtrat Anton Kiwic (SP).

Das städtische Förderprogramm für energieeffiziente Massnahmen und erneuerbare Energien ist deshalb überarbeitet worden und am Dienstag in Kraft getreten. «Für die Besitzer von Liegenschaften wird es einfacher und übersichtlicher», sagt Kiwic, der als Bauvorstand auch die Energiekommission präsidiert. Neu sieht das Förderprogramm – anstelle von komplizierten Berechnungen – ein System mit Pauschalen vor. «Wer interessiert ist, kann rasch sehen, mit welchem Förderbeitrag er rechnen kann», sagt Kiwic.

Im Weiteren sind auch dann städtische Fördergelder erhältlich, wenn bereits der Bund, der Kanton Zürich oder Dritte eine Unterstützung zugesichert haben. Das war bislang ausgeschlossen. «Die Stadt verfolgt das Ziel, dass Dietikerinnen und Dietiker auf erneuerbare Energien setzen», sagt Kiwic. «Wer seine Heizung umstellt, sein Haus dämmt oder mittels Solarzellen Strom produziert, soll auch unterstützt werden.» Und wenn er dabei von anderen Stellen ebenfalls Beiträge erhalte, sei dies doch umso besser.

Mit ihrem Förderprogramm unterstützt die Stadt neu zudem Anschlüsse an einen Wärmeverbund. Neu kann die Energiekommission auf Antrag auch besonders innovative Projekte und Pilotanlagen fördern. Denkbar sind beispielsweise Projekte zur Energiespeicherung.

Neu sind papierlose Gesuche möglich

Der gesamte Prozess – vom Stellen des Gesuchs bis zur Meldung der Realisierung – kann elektronisch erfolgen. «Dadurch sin­-ken der Papierverbrauch und ge­nerell der Aufwand bei Gesuchstellenden und Stadtverwaltung», heisst es in einer Medienmitteilung vom Dienstag.

Es gibt diverse Ziele, die das Förderprogramm verfolgt. Im Vordergrund steht, dass die CO2-Emissionen dank Energieberatungen und des Ersatzes von alten Heizungen sinken. Mit dem Bau von Fotovoltaikanlagen und dem Einsatz anderer Techniken soll mehr «grüner Strom» produziert werden.

«Die Klimaerwärmung stellt eine der grössten Herausfor­derungen unserer Zeit dar», sagt Kiwic. Mit dem überarbeiteten Förderprogramm könne die Stadt wirksam zum Klimaschutz und auch zur lokalen Wertschöpfung beitragen.

Für das Förderprogramm stehen 500'000 Franken zur Verfügung. Der Gemeinderat hatte Anfang September einen entsprechenden Rahmenkredit genehmigt. Es handelt sich dabei um den dritten Dietiker Energie-Kredit: 1992 war ein erster in Höhe von 800'000 Franken gesprochen worden, 2009 folgte ein zweiter im Umfang von 500'000 Franken, der 2018 um 80000 Franken erhöht wurde. Diese Gelder seien sinnvoll eingesetzt worden, hatte es im Antrag an den Gemeinderat geheissen. «Gemäss interner Schätzung werden mit den in den Jahren 201 1 bis 2019 geförderten Massnahmen durch Nutzung von Umweltwärme, Solarwärme und Energieeffizienzmassnahmen im Durchschnitt jährlich knapp 170 Megawattstunden Energie zur Wärmeproduktion eingespart.»

Der letzte Rahmenkredit über 500'000 Franken hielt rund acht Jahre an. Der neue soll nun gemäss Stadtrat für vier bis fünf Jahre ausreichen. In den vergangenen Jahren wurden jährlich durchschnittlich Fördergelder in Höhe von 60'000 Franken ausgerichtet. Nun sollen es mit dem vereinfachten System 120'000 Franken werden. «Erste Fotovoltaik-Projekte stehen bereits auf der Warteliste», sagt Bauvorstand Kiwic. Die Gesuche werden seit Dienstag nun bearbeitet.

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