Es wurde viel gespritzt vergangenen Samstag in Unterengstringen. Glücklicherweise zielten die Wasserstrahlen nicht auf echtes Feuer, sondern auf Täfelchen hinter einer Saloon-Fassade. Bei einem Volltreffer klappten die Täfelchen zurück und lösten bei den Kindern, welche die Eimerspritzen enthusiastisch bedienten, Jubelrufe aus. Für Wassernachschub hatten die Grossen zu sorgen, die sich aufopferungsvoll an den Pumpen betätigten.

Bereits zum dritten Mal fand der Feuerwehrtag statt. Organisiert von der Feuerwehr und dem Elternverein Unterengstringen, erlaubt er, Kindern und Erwachsenen einen Blick hinter die Kulissen zu werfen – und dabei ein kleines Abenteuer nach dem anderen zu erleben. «Den Saloon haben wir letztes Jahr selbst zusammengebaut», sagte Tobias Stadelmann, Materialwart der Feuerwehr Engstringen. «Der Feuerwehrtag richtet sich vor allem an die Kinder, aber wer weiss», sagte er schmunzelnd, «vielleicht können wir so auch den einen oder anderen Vater gewinnen.»

Blaulicht bestaunen

Neben dem Posten mit den Eimerspritzen gab es noch drei weitere zu entdecken. Patrick Zimmermann erklärte die Feuerwehrfahrzeuge und zeigte den Kindern die mitgeführte Ausrüstung, über die viele schon erstaunlich gut Bescheid wussten. Natürlich durften die Kinder auch in den Wagen Platz nehmen und das Blaulicht bestaunen – nur die Sirene wurde nicht eingeschaltet. «Das würden unsere Nachbarn nicht sehr schätzen», kommentierte Zimmermann.

Abenteuerlich wurde es im Depot der Feuerwehr, wo ein Raum mit dichtem Nebel gefüllt wurde. An einem Seil entlang konnten die Kinder in den Nebel vorstossen und sich mit einer Wärmebildkamera darin zurechtfinden. «Deine Nase ist genau da kalt», bemerkte ein Kind, das durch den Bildschirm einen Feuerwehrmann entdeckte. Als es die Kamera nicht gleich wieder hergeben wollte, tröstete dieser: «Du siehst das noch oft, du wirst ja Feuerwehrmann.»

Ein Highlight bildete der letzte Posten, der dieses Jahr neu hinzugekommen war. Antonio Moreno machte die Kinder mit der Autodrehleiter bekannt, die Personen bis zu 30 Meter emporheben kann. Nachdem alle einen Versuch machen konnten, die – tatsächlich sehr schwere – Ramme zu heben, durften sie in luftige Höhen entsteigen und Unterengstringen im Korb der Autodrehleiter aus der Vogelperspektive betrachten. Anschliessend wurden die Teilnehmer in Feuerwehrautos zur Dicken Berta gefahren und konnten den Tag spielend und Würste bratend im Wald ausklingen lassen. Alexandra Unternährer vom Elternverein Unterengstringen zeigte sich mit dem Verlauf des Feuerwehrtags zufrieden: «Die Kinder sind begeistert, Mamis und Papis auch.»