Dietikon

Corona gemeinsam gemeistert: Linke fordern grosse Zivilschutz-Fusion

Die Zivilschutzorganisation Limmattal griff während der Coronapandemie dem lokalen Gesundheitswesen  unter die Arme.

Die Zivilschutzorganisation Limmattal griff während der Coronapandemie dem lokalen Gesundheitswesen unter die Arme.

Die vorübergehende Zusammenlegung der Zivilschutzorganisation während des Coronalockdowns habe sich bewährt, sagt der Dietiker Gemeinderat Martin Steiner (SP). So sehr, dass er nun eine definitive Fusion fordert.

Der Dietiker Stadtrat soll ­prüfen, ob die während der Covid-­19-Krise befristet gegründete Zivilschutzorganisation Limmat­tal beibehalten werden kann. Dies regt SP-Gemeinderat Martin Steiner in einem Postulat an, das zehn weitere Gemeinderäte aus den Parteien SP, AL und Grüne mitunterzeichnet haben. Die drei Zivilschutzorganisationen Dietikon (Dietikon, Geroldswil und Oetwil), Limmattal Süd (Aesch, Birmensdorf, Schlieren und Urdorf) und ­Gubrist (Ober- und Unterengstringen und Weiningen) hatten während des Höhepunkts der Coronakrise zusammen­gespannt.

Steiner begründet sein Postulat mit der erfolgreichen Zusammenarbeit dieser drei Organisationen: «Unter dem Namen ‹Zivilschutzorganisation Limmattal› organisierten sich die drei Organisationen innert ­kürzester Zeit neu und erwiesen sich als schlagkräftige Unterstützung für das lokale Gesundheits­wesen.»
Dieselbe Meinung gibt es auch in der Nachbargemeinde Schlieren. Der dortige Ressortvorsteher Sicherheit und Gesundheit, Pascal Leuchtmann (SP), zog bereits im Frühjahr eine positive Bilanz zur temporären Zusammenarbeit der drei Organisationen. Während des rund zweimonatigen Einsatzes vom 4. März bis Mitte Mai hatten mehr als 400 ­Zivilschützer insgesamt rund 3000 Diensttage geleistet.

«Gewonnene Erkenntnisse nutzen»

«Die Trägergemeinden der Zivilschutzorganisationen Dietikon, Limmattal Süd und Gubrist sahen sich gezwungen, ihre Kräfte zu bündeln. Nun gilt es, aus der Krise und dem Zusammenschluss zu lernen und gewonnene Erkenntnisse für die Zukunft zu nutzen», schreibt Steiner in seinem Postulat. Der Covid-19-Einsatz habe gezeigt, dass eine zentral geführte Organisation diverse Einsatzorte über die ganze Region ohne Probleme abdecken kann.

Ein weiterer Faktor, der laut Steiner für eine permanente Fusion der Organisationen spricht, ist die Revision des nationalen Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetzes. Diese verkürze die Dienstzeit der Zivilschutzleistenden und halbiere die Personalbestände. Mit einer Fusion könne die Einsatzfähigkeit des Zivilschutzes erhalten bleiben. Zudem könnten so auch Kosten gesenkt werden, findet Steiner.

Zehn Gemeinden im Bezirk sind einer der drei Limmattaler Organisationen angeschlossen. Die elfte, Uitikon, ist Teil der Zivilschutzorganisation der Stadt Zürich. Und Bergdietikon gehört seit 2017 zur Zivilschutz­organisation Wettingen-Limmattal.

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