Dietikon
Bomben-Alarm: Verdächtiger vor Sunnah-Moschee legte Zentrum lahm

Im Zentrum von Dietikon ist ein verdächtiger Gegenstand entdeckt und der Polizei gemeldet worden. Die Einsatzkräfte der Polizei haben den Gegenstand mit einem Bombenentschärfungs-Roboter gesichert.

Alex Rudolf und Lina Giusto
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Im schwarzen Sack befinden sich die Reste des "verdächtigen Gegenstandes", den die Polizei im Zentrum von Dietikon gesichert hat.
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Über den Inhalt gibt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft.
Die Polizei verlässt den Fundort des Gegenstandes an der Merkurstrasse in Dietikon. Im Gebäude befindet sich die Sunnah-Moschee.
Vor Ort waren Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr und der Sanität.
Verdächtiger Gegenstand im Zentrum von Dietikon entschärft
Der Roboter wird nach dem Einsatz ins Polizeiauto verfrachtet.
Schaulustige vor Ort an der Merkurstrasse.
Der Roboter wird für seinen Einsatz gerüstet.
Beim Bezirksgebäude wurde die Merkurstrasse für den Verkehr gesperrt.

Im schwarzen Sack befinden sich die Reste des "verdächtigen Gegenstandes", den die Polizei im Zentrum von Dietikon gesichert hat.

Limmattaler Zeitung

An der Merkurstrasse auf Höhe des Bezirksgebäude in Dietikon steht ein Feuerwehrmann. Er leitet den Verkehr um. In rund 50 Metern Entfernung ist ein Polizei- und Sanitätswagen sichtbar. Dahinter steht bereits der Roboter für Bombenentschärfung der Zürcher Kantonspolizei bereit. Die Einsatzkräfte vor Ort bestätigen, es sei ein verdächtiger Gegenstand gemeldet worden. Mehr ist vorerst nicht zu erfahren.

Es ist kurz vor 15 Uhr an diesem Freitag Nachmittag. Etwa ein Dutzend Schaulustige bleiben stehen, betrachten die skurrilen Szenen, die sich in Dietikon abspielen. Einige Filmen, andere machen Fotos.

Ein Passant erzählt, er sei beim Verlassen der Sunnah-Moschee nach dem Mittagsgebet von der Polizei weggeschickt worden. Diese sei kurz vor 13 Uhr von einem Passanten über einen verdächtigen Gegenstand informiert worden. Polizei, Feuerwehr und Sanität seien sofort ausgerückt, teilt eine Sprecherin der Kantonspolizei Zürich auf Anfrage mit.

Auf Anfrage bestätigt ein Sprecher der Sunnah-Moschee den Ablauf: „Bereits morgens früh stand ein Aktenkoffer vor dem Hauseingang, doch niemand hat sich daran gestört“. Doch nach dem Ende des Mittagsgebets, an welchem rund 100 Muslime teilgenommen hatten, betrat die Polizei die Moschee und bat die Anwesenden das Gebäude zu verlassen.

„Noch etwa dreissig Menschen waren da. Man hatte wirklich ein mulmiges Gefühl im Bauch beim Verlassen des Gebäudes. Man wusste nicht, was auf einem zukommt“, so der Sunnah-Sprecher. Dass es sich dabei um einen Angriff auf das muslimische Gebetshaus handelt, glaubt er nicht. „Wir haben uns in Dietikon gut integriert, fühlen uns wohl und sicher. Wir werden dies auch weiterhin tun“, sagt er. Zudem seien in dem Gebäude noch andere Organisationen und Wohnungen untergebracht, gut möglich, dass der Aktenkoffer jemandem von dort gehört, so der Sprecher.

Mittlerweile hat sich der Bombenentschärfungs-Roboter in Bewegung gesetzt. Er rollt bis ans Ende der Merkurstrasse. Dann biegt er rechts ein und verschwindet aus dem Sichtfeld. Die Polizei hat die Umgebung grossräumig abgesperrt.

Dann: Ein lauter Knall. Der Roboter hat den verdächtigen Gegenstand gesprengt. Auf Anfrage bei der Kantonspolizei heisst es: "Wir haben den Gegenstand untersucht und mit geeigneten Mitteln entschärft. Er hat sich als harmlos herausgestellt." Der Knall stehe im Zusammenhang mit der Entschärfung. Über den Gegenstand gibt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft.