Oberengstringen

Bald hat es wieder Platz für alle Kinder

Im Untergeschoss des Schulhauses Lanzrain ist der Hort für Primarschüler und Kindergärtler vorgesehen. Nun steht ihm nichts mehr im Weg.

Im Untergeschoss des Schulhauses Lanzrain ist der Hort für Primarschüler und Kindergärtler vorgesehen. Nun steht ihm nichts mehr im Weg.

Die Oberengstringer Gemeindeversammlung stimmt dem Budget 2019 zu und bewilligt den Ausbau des Horts im Schulhaus Lanzrain.

Die Gemeinde Oberengstringen darf ihr Hort-Angebot der Nachfrage anpassen. Die Gemeindeversammlung sagte gestern Abend Ja zum Verpflichtungskredit in der Höhe von 423 500 Franken für den Ausbau des Horts im Untergeschoss des Schulhauses Lanzrain. Die 67 anwesenden Stimmberechtigten nahmen das von Schulpräsidentin Elsbeth von Atzigen (parteilos) und Liegenschaftenvorstand Jean-Fritz Weber (SVP) vorgestellte Geschäft ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung an.

Somit steht dem Ausbau nichts mehr im Weg. Denn die Baubewilligung für den Ausbau des Horts liegt bereits vor, wie Weber ausführte. Sie ist Teil der Baubewilligung für das Schulhaus Lanzrain, das 2017 eingeweiht wurde. Der entsprechende Raum, derzeit noch im Rohausbau-Zustand, wurde von Beginn weg als Hort-Raum geplant. Diesem Vorgehen hatte schon die Gemeindeversammlung vom 23. November 2015 zugestimmt. Mit dem nun erfolgenden Ausbau der Räumlichkeiten soll die Zeit der Wartelisten vorbei sein und der Hortbetreuungsbedarf soll wieder vollumfänglich gedeckt werden können.

Auch dem Finanzvorstand Jürg Bruppacher (CVP) sprach die Gemeindeversammlung klar das Vertrauen aus. Sowohl dem Budget, das ein Plus von 307 900 Franken vorsieht, als auch dem gleichbleibenden Steuerfuss von 112 Prozent stimmten die Bürgerinnen und Bürger bei jeweils einer Enthaltung zu.

Alle drei Geschäfte wurden im Vorfeld von der Rechnungsprüfungskommission (RPK) für gut befunden und gaben auch zu keinen Fragen Anlass.

Anfrage zur Teilstrategie 2030

Zu einem anderen Thema hatte aber Stefan Bolz (AL) im Vorfeld eine schriftliche Anfrage gestellt. Er wollte wissen, wie sich der Gemeinderat zur Limmattal-Teilstrategie 2030 der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) stellt, die einige Veränderungen für das Limmattaler Busnetz mit sich bringt. Zudem erkundigte er sich nach Passagierzahlen.

Für Oberengstringen ändert sich mit der Limmattal-Teilstrategie 2030 insbesondere, dass die Buslinien 304 und 308 durch die Buslinie 83 ersetzt werden. Das bringt mit sich, dass Oberengstringerinnen und Oberengstringen neu in Unterengstringen Sennenbüel umsteigen müssen, um etwa nach Dietikon oder Weiningen zu gelangen. «Die direkte Linienführung der heutigen Linie 304 von Dietikon über Geroldswil, Weiningen, Unterengstringen, Oberengstringen, Frankental an den Bahnhof Altstetten hat nicht den erwarteten Erfolg», sagte Gemeindepräsident André Bender (SVP). Die Linie 304 sei sehr unstabil, immer wieder sei der Anschluss an die S-Bahn nicht gewährleistet. Ähnliches gilt für die Linie 308.

Oberengstringen orientiere sich klar in Richtung Frankental, so Bender weiter. 71 Prozent der Fahrgäste fahren in diese Richtung. Der 7,5-Minuten-Takt zur Hauptverkehrszeit, der 15-Minuten-Takt zur Nebenverkehrszeit und die besser gewährleisteten S-Bahn-Anschlüssen brächten letztlich mehr Komfort als umsteigefreie Linien, hielt Bender fest. «Der Gemeinderat ist klar der Auffassung, dass die vorliegende Strategie für den grössten Teil der Verkehrsteilnehmenden der Gemeinde Oberengstringen zu einem Mehrwert führen wird», lautete Benders Fazit. Bolz zeigte sich mit der Antwort zufrieden.

Neue Stühle eingeweiht

Mit der Versammlung wurde auch das neue Mobiliar im Zentrumssaal eingeweiht. «Sie haben ein Privileg», sagte daher Gemeindepräsident Bender, als er das auf den neuen Stühlen sitzende Stimmvolk begrüsste.

Eine Premiere war es auch für den im Frühling neu gewählten Gemeinderat Andreas Leupi (SVP). Der Ressortvorstand Gesellschaft verfolgte die Versammlung erstmals vom Gemeinderatstisch auf der Bühne aus.

Zudem war Bezirksrätin Béatrice Miller in offizieller Funktion im Zentrumssaal anwesend. Denn Abstimmungen und Wahlen sind Schwerpunkte in der diesjährigen Tätigkeit des Bezirksrats, der als Aufsichtsorgan über die Gemeinden fungiert.

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