Limmattalbahn
Allianz Pro Limmattalbahn findet Zuspruch bei den meisten Behörden

Alt Regierungsrätin Rita Fuhrer (SVP) und der Aargauer Alt Regierungs- und Ständerat Thomas Pfisterer (FDP) suchen nach finanzieller Unterstützung für die «Allianz Pro Limmattalbahn». Die Hauptprofiteure stellen Unterstützungsbeiträge in Aussicht.

Florian Niedermann
Merken
Drucken
Teilen
Die Hauptprofiteure der Limmattalbahn stellen Unterstützunsbeiträge in Aussicht.

Die Hauptprofiteure der Limmattalbahn stellen Unterstützunsbeiträge in Aussicht.

Zur Verfügung gestellt

Für das erste Jahr benötigen sie rund 60 000 Franken. Mit dem Geld will man ein ausserpolitisches Komitee organisieren, das - unabhängig von der Limmattalbahn AG und politischen Couleurs - breite Teile der Bevölkerung über das Projekt informiert und als Kommunikationsplattform dient (Ausgabe vom 19.10.).

In den Gemeinden links der Limmat stellt man in Aussicht, die Allianz finanziell zu unterstützen. Einen konkreten Entschluss fällten allerdings erst die Gemeinderäte in Urdorf und Killwangen und der Dietiker Stadtrat. Auch rechts der Limmat sind die meisten Behörden bereit, eine Summe beizusteuern.

Die Höhe des Betrages wurde seitens der Allianz anhand eines Schlüssels eruiert, der verschiedene Faktoren berücksichtigte. Die Idee: Jene Gemeinden, die am meisten von der Limmattalbahn profitieren, sollen auch mehr bezahlen.

Ein klares Zeichen aus Urdorf

Zu den Hauptprofiteuren der Limmattalbahn gehört die Stadt Dietikon. Dort beläuft sich der Beitrag gemäss Schlüssel auf 20 000 Franken. Der Stadtrat entschied gestern Abend, diese Summe beizusteuern. Man schätze die Bestrebungen des Komitees sehr, erklärt Stadtpräsident Otto Müller (FDP). «Es ist gut, dass so eine übergeordnete Ansicht lautbar wird, die nicht von den Planungsinstanzen der Limmattalbahn AG und den Gemeindebehörden abhängig ist.»

Auch in Urdorf und Killwangen haben die Behörden entschieden, die Allianz mit Beträgen von 6500 Franken beziehungsweise 3500 Franken mitzutragen. «Unseren Beitrag knüpfen wir aber an die Bedingung, dass die grossen Profiteure der Limmattalbahn mitmachen», erklärt der Killwangener Gemeindeammann Alois Greber (CVP).

In Schlieren debattierte der Stadtrat gestern Abend über einen Beitrag von 20 000 Franken. Der definitive Beschluss war bis Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin (SP) sagte im Vorfeld, dass der Stadtrat die Schaffung dieses Komitees begrüsse. «Es ist wichtig, dass die Bevölkerung ausserhalb der regionalen Politszene ein Sprachrohr und fundierte Informationen zum Projekt erhält.» Man sei erfreut darüber, dass dies eine von der Limmattalbahn AG unabhängige Instanz übernehme.

Auch der Gemeinderat von Spreitenbach hat noch nicht entschieden. Gemeindepräsident Valentin Schmid (FDP) sagt: «Es ist noch kein Volksentscheid für oder gegen die Stadtbahn gefallen. Es wäre deshalb kritisch, diese Instanz zu unterstützen, wenn sie aktiv in den Abstimmungskampf eingreift.» Man wolle deshalb erst einige offene Fragen mit Fuhrer und Pfisterer klären, bevor man über das Thema befinde.

Rechts der Limmat nicht alle dabei

Weniger direkt werden die Gemeinden rechts der Limmat von der Stadtbahn profitieren. Dementsprechend kleiner ist auch ihre Bereitschaft, einen Beitrag an die Allianz zu leisten.

Oberengstringens Gemeindepräsident André Bender (SVP) sagt: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass unser Gremium bereit ist, viel Geld dafür auszugeben.» Die Limmattalbahn stelle für seine Gemeinde keinen grossen Mehrwert dar, weil man sich in Bezug auf den öffentlichen Verkehr an den Buslinien nach Schlieren und Altstetten orientiere.

Anders sehen dies die Behörden in Unterengstringen und Oetwil. Dort hat man bisher zwar noch keine konkrete Anfrage für einen Beitrag erhalten, kann sich aber finanzielle Hilfe durchaus vorstellen. «Wir unterstützen die Idee der Allianz. Schliesslich bringt es auch uns rechts der Limmat etwas, wenn die Strassen entlastet werden», erklärt etwa der Unterengstringer Gemeindepräsident Peter Trombik (FDP).