Dietikon

«Politik trifft Wirtschaft»: Erfolgreiche Wiederbelebung im «Gleis 21»

Gut gefüllte Reihen im Gleis 21: Hier fand der Anlass «Politik trifft Wirtschaft» zum ersten Mal seit 2015 statt.

Gut gefüllte Reihen im Gleis 21: Hier fand der Anlass «Politik trifft Wirtschaft» zum ersten Mal seit 2015 statt.

Die Stadt führt ihren Anlass «Politik trifft Wirtschaft» wieder durch. Auch nächstes Jahr soll er stattfinden.

Rund 80 Gäste kamen am Montagabend im Dietiker Kulturzentrum Gleis 21 zusammen. Angesagt war der Anlass «Politik trifft Wirtschaft» mit prominenten Gästen. Darunter war Daniel Kalt, Chefökonom der UBS, der ein Referat über die Folgen der Negativzinsen für die Altersvorsorge hielt.

2012 wurde der Anlass erstmals auf die Beine gestellt. Die damalige Premiere fand im Musikclub Sounddock 14 statt. Dieser musste noch im gleichen Jahr dem Stadtteil Limmatfeld weichen, der damals gebaut wurde. 2013 fand der Anlass im Bruno-Weber-Park statt und 2015 im Konferenzzentrum der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ). Danach war Schluss. Der Anlass fiel dem Sparpaket zum Opfer, das die Stadt Dietikon mit dem Budget 2016 geschnürt hatte.

Die Vernetzung aufleben lassen

Dem 2018 gewählten neuen Stadtpräsidenten Roger Bachmann (SVP) war es ein Anliegen, den Anlass wieder aufleben zu lassen. Das passt auch Adrian Ebenberger ins Konzept, der letztes den Job als Standortförderer übernahm. «Der Anlass ‹Politik trifft Wirtschaft› ist eine der Massnahmen, dank derer die Vernetzung zwischen Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Vereinen und der Bevölkerung vermehrt aufleben soll», sagt Ebenberger.

Gut gelaunt: Daniel Kalt, Chefökonom der UBS, hielt ein Referat. Hier im Bild mit Roger Bachmann, Stadtpräsident von Dietikon.

Gut gelaunt: Daniel Kalt, Chefökonom der UBS, hielt ein Referat. Hier im Bild mit Roger Bachmann, Stadtpräsident von Dietikon.

Eine Mehrheit des Stadtrats war am Anlass vertreten. Er präsentierte nochmals die zusammen mit den lokalen Wirtschaftsverbänden erarbeitete und im April veröffentlichte neue Wirtschaftsstrategie. Auch die im Dezember vorgestellten Legislaturziele des seit Sommer 2018 neu zusammengesetzten Stadtrats wurden nochmals vorgestellt.

Was Schönes herauskommen kann, wenn sich Politik und Wirtschaft treffen, zeigten Stadtrat Reto Siegrist (CVP) und der Dachdeckermeister und Unternehmer Walter Bosshard von der Alphorngruppe Rebberg. Im heissen Gleis 21 liessen sie ihre Alphörner erklingen.

Tiefere Hürden zur Verwaltung

Mit dem Anlass und dem Publikumsaufmarsch zeigt sich Standortförderer Adrian Ebenberger «sehr zufrieden». «Nur die Temperaturen machten uns einen Strich durch die Rechnung, es war schon sehr heiss», sagt er. Auch dass die Kadermitarbeiter der Stadtverwaltung – also insbesondere die Abteilungsleiter – mit der Wirtschaft zusammentreffen konnten, sei von Vorteil. «Es gibt immer wieder Berührungspunkte zwischen Leuten aus dem Gewerbe und Leuten aus der Verwaltung. Zum Beispiel wenn es um Baurechts- oder Sicherheitsfragen geht», sagt Ebenberger, «da ist es gut, wenn man sich kennt und weiss, wie das Gegenüber aussieht.» Die Stadt wolle, dass die Verwaltungsmitarbeiter fühlbar werden. So seien die Hürden tiefer, um mit der Verwaltung in Kontakt zu treten.

Politik und Wirtschaft: Stadtrat Reto Siegrist und Unternehmer Walter Bosshard lassen zusammen ihre Alphörner erklingen.

Politik und Wirtschaft: Stadtrat Reto Siegrist und Unternehmer Walter Bosshard lassen zusammen ihre Alphörner erklingen.

Zum Anlass seien zudem nicht nur treue Veranstaltungsbesucher aufgekreuzt, sondern auch einige, die man sonst nicht so oft sehe. «Das freut uns natürlich besonders. Ich durfte auch einige neue Gesichter kennenlernen», sagt Ebenberger. Die Idee sei nun, dass der Anlass «Politik trifft Wirtschaft» fortan einmal pro Jahr stattfinde.

Weitere Ideen gesucht

Ein anderes Geschäft in Ebenbergers Büro im Stadthaus ist der Ideenwettbewerb «Mitenand für Dietike». Vereine, andere Organisationen und Private können Ideen einreichen, mit denen der Dietiker Detailhandel während des Baus der Limmattalbahn gestärkt werden soll. «Ein paar wenige Ideen haben wir schon erhalten. Von einigen Vereinen weiss ich, dass sie ihre derzeit noch ausarbeiten. Wir brauchen aber sicher noch weitere», sagt Ebenberger. Es ist noch Zeit: Die Eingabefrist läuft noch bis zum 31. August.

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