Zürich

Kantonale Volksinitiative: AL will Grossaktionäre zur Kasse bitten

Die neue Initiative ist eine Reaktion auf die Umsetzung der Unternehmenssteuerreform.

Die neue Initiative ist eine Reaktion auf die Umsetzung der Unternehmenssteuerreform.

Die Zürcher AL will Grossaktionäre verstärkt zur Kasse bitten. Sie lanciert eine kantonale Volksinitiative, die eine höhere Besteuerung von Dividenden fordert. Die Unterschriftensammlung beginnt heute Freitag, wie die Partei mitteilte.

Grossaktionäre, die mehr als 10 Prozent an einer Aktiengesellschaft oder GmbH besitzen, müssen im Kanton Zürich seit 2008 ihre Dividenden nur zur Hälfte besteuern. Normale Einkommen und Erträge aus Wertschriften werden hingegen voll besteuert.

Für die AL ist dies nicht akzeptabel. Sie fordert in ihrer jüngsten Initiative, dass die Dividenden nicht mehr zu 50 Prozent sondern zu 70 Prozent besteuert werden. Die heutige Regelung privilegiere Kapitaleinkommen gegenüber Löhnen und diskriminiere Klein- gegenüber Grossaktionären.

Profitieren würden hauptsächlich Personen, die unter den 300 Superreichen der Schweiz figurieren würden. Die neue Initiative ist eine Reaktion auf die Umsetzung der Unternehmenssteuerreform. Dabei werden in Zürich die Unternehmenssteuern gesenkt.

Dank tieferen Gewinnsteuern könnten künftig noch höhere Dividenden ausgeschüttet werden, womit das Steuerprivileg der Grossaktionäre noch «stossender und unhaltbarer» werde, schreibt die AL. (sda)

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