Spektakulär war die diesjährige Hauptübung der Feuerwehr Unterengstringen, die sich Feuerwehrkommandant Daniel Schwab für die Aktiven ausgedacht hatte. Am Freitagabend dürfte die Darbietung bei dem leerstehenden Gebäude an der Sparrenbergstrasse 7 in der ganzen Gemeinde zu hören gewesen sein.

Mit Leichtsinn habe dort, so die Idee, eine Horde Jugendlicher eine Party gefeiert, bevor das Inferno losging. Der laute Knall einer explodierten Gasflasche wurde den Gästen angekündigt, die gespannt hinter der Absperrung warteten und in der Dunkelheit dem Einsatz folgten. Mit lauten Sirenen nahte die Feuerwehr und damit die Rettung.

Inferno nach Party: Die Hauptübung der Feuerwehr Unterengstringen war ein Hingucker

  Eindrücke von der Übung.

Es sei eine geniale Situation, dass dieses Haus abgerissen werde und deshalb eine solch tolle Übung möglich war, sagte Sicherheitsvorstand Urs Muntwyler nach dem Einsatz. Er sei beeindruckt und die Übung habe ihm wirklich sehr gefallen. «Ich habe gehört, dass diese Feuerwehrmannschaft Unterengstringen eine wirklich coole Truppe ist und an diesem Image wird nicht gerüttelt, das wird so bleiben», meinte Muntwyler weiter.

Der schönste Job an vordester Front

Zudem nehme die Idee einer gemeinsamen Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Oberengstringen nun Form an und die Pläne seien in der Ausarbeitung.

Den grössten Applaus mit gratulierenden Zurufen erhielten an diesem Abend Julio Valero und Claudio Unternährer, die dank erfolgreich absolviertem Kurs nun vom Soldaten zum Unteroffizier befördert wurden. Es sei der schönste Job an vorderster Front, meinte Kommandant Daniel Schwab und bedankte sich für den Einsatz und wünschte Erfolg bei der neuen Aufgabe.

Christian Roth aus Weiningen übernahm als Instruktor der Gebäudeversicherung Zürich (GVZ) kurzfristig die Bewertungsaufgabe der Übung und stufte diese als sehr gelungen ein. Ein Tipp, den er den Feuerwehrmännern mitgab, war, dass diese das nächste Mal nicht in das brennende Haus rennen, sondern laufen sollten. Viel mehr gab es aber nicht anzumerken und so lautete sein Fazit: «Super Job, das Feuer ist gelöscht und die Leute gerettet.»

Erklärungsrunde für die Kleinsten

Für die Kleinsten unter den Besuchern gab es eine anschliessende Erklärungsrunde, um zu zeigen, dass etwa die Person, die mit brennendem Rücken aus dem Haus gerannt war und weitere Personen, die um Hilfe rufend eingesperrt waren, wohlauf sind.

Die Übung wurde kommentiert von Olivier Beguin, der jeweils die verschiedenen Abläufe für ein besseres Verständnis erklärte. Kommandant der Feuerwehr Geroldswil, Reto Zwick, besuchte die Übung ebenfalls: «Ich bin immer dabei, das gehört für mich dazu», sagte er.

Auch den vielen Kindern hatte die Übung sichtlich gefallen und so liessen sie es sich nicht nehmen, die eine oder andere Frage im Anschluss an die Feuerwehr zu richten. «Das war richtig super», sagte Remo Saxer (9), der gemeinsam mit Marc Haug (6) unterwegs war. Auch dessen Bruder Sven Haug (8) freute sich und fand nach der Übung klare Worte: «Daumen hoch für alle Feuerwehrmänner».