In der Tiefgarage an der Querstrasse 17 in Fahrweid ist ein Brand ausgebrochen. Auf der Flucht vor dem Feuer schiesst ein Wagen aus der Tiefgarage heraus und rammt draussen in die Laderampe eines Getränkelasters. Der Lieferant, der gerade dabei war, die Kisten abzuladen, wird durch den Zusammenprall von der Rampe zu Boden geschleudert, wo er mit einer Kopfverletzung bewegungslos liegen bleibt. Kurz darauf trifft die Feuerwehr Weiningen ein.

Zum Glück handelt es sich hierbei nicht um einen realen Unfallhergang, sondern um ein Übungsszenario. Am Samstag war es nämlich wieder Zeit für die jährliche Hauptübung der Feuerwehr Weiningen, die sogenannte Angriffsübung. Sie dauerte rund eine Stunde. Um den giftigen Rauch aus der Tiefgarage abzusaugen, kam ein spezieller Lüftungswagen zum Einsatz. Auch die Bergung der beiden Autoinsassen war anspruchsvoll. Um die Unfallopfer aus ihrer misslichen Lage befreien zu können, musste erst das Autodach von der Karosserie abgetrennt werden. Die Übung verlangte von allen Einsatzkräften eine hervorragende Übersicht, technisches Know-how, Ausdauer sowie eine reibungslose Zusammenarbeit

Instruktoren sind zufrieden

«Es ist ein wenig eine Mischung aus praktischer Übung für die Mannschaft und Show fürs Publikum» sagte Feuerwehrkommandant Hanspeter Saxer, der selbst seit rund 25 Jahren im Einsatz steht. Tatsächlich waren an diesem warmen Samstagnachmittag viele Zuschauer vor Ort und verfolgten die Übung interessiert. Mit einer gewissen Anspannung beobachtete Saxer die Befreiung der Unfallopfer aus dem Auto. Die Bergung ging nur langsam voran, in kleinen Schritten. Die Einsatzkräfte durften nichts überstürzen. Das verlangte Geduld, sowohl von Saxer, der an diesem Nachmittag zuschauen musste, als auch von seinen Kollegen.

Vonseiten der beiden Instruktoren der kantonalen Gebäudeversicherung gab es im Anschluss an die Übung viel Lob. Insbesondere die gute Zusammenarbeit und der vorbildliche Umgang unter den Feuerwehrleuten wurden hervorgehoben. Etwas, das Kommandant Saxer besonders am Herzen liegt.

Zum Schluss der Übung wartete für alle ein kleiner Apéro. Die Feuerwehrmänner hatten es nötig: Einige rote Köpfe und viele durchschwitzte Shirts zeugten davon, wie anstrengend die Übung für die Feuerwehrleute war.