Dietikon

Für jeden etwas: Sie setzt auf zehn verschiedene Hotdog-Kreationen

Zehn verschiedene Hotdogs gibt es in Katarina Kodics Restaurant «Hot Doggyhouse» an der Dietiker Überlandstrasse zu probieren.

Zehn verschiedene Hotdogs gibt es in Katarina Kodics Restaurant «Hot Doggyhouse» an der Dietiker Überlandstrasse zu probieren.

Katarina Kodic will mit ihrem «Hot Doggyhouse» die Dietiker Gastroszene bereichern.

Die Kiss-Hymne «I was made for loving you» ertönt aus den Lautsprechern. Auf dem Tablar an der Wand hinter der Ausschanktheke sind zahlreiche Flaschen mit hochprozentigem Inhalt aufgereiht. Eine Adlerfigur thront über allem und es riecht nach angebratenem Fleisch. Katarina Kodic kommt aus der Küche. «Diesen Hotdog habe ich ‹Real Deal› genannt», sagt sie und stellt den Teller auf den Tisch. Aus einem knusprigen Baguette blinzeln die Enden einer Schweinswurst. Diese ist mit Kabissalat, Röstzwiebeln, Hackfleisch und einer mayonnaise-artigen Sauce beladen.

Kodic hat im Januar die Quartierbeiz an der Überlandstrasse 19 wiedereröffnet. Seit Oktober war die Gaststätte geschlossen. Früher standen thailändische Gerichte auf dem Menü, Kodic setzt nun auf amerikanische Hotdogs. Deshalb hat sie das Lokal «Hot Doggyhouse» getauft. «Im Limmattal gibt es kein Restaurant und keinen Imbiss, die verschiedene Hotdog-Kreationen anbieten», sagt sie.

Raclette und Sauerkraut

Die 50-Jährige hat gleich zehn Varianten auf der Karte. Die Füllungen reichen von Sauerkraut und Raclette-Käse über Bohnen und Salat bis hin zu Speck. Die Gäste haben zudem die Wahl zwischen verschiedenen Würsten. «Ich habe Schweins- oder Bratwürste sowie Schweins- oder Poulet-Wienerli im Angebot», sagt Kodic. Und auch für Vegetarierinnen und Vegetarier hat sie gesorgt. Kodic bereitet die Hotdogs für sie mit Quorn-Würstchen zu. Die Hülle können die Gäste ebenso bestimmen. Es gibt Sandwich- und Baguette-Brötchen. Wer es ausgefallen mag, kann das Würstchen in schwarzem Brot bestellen, das mit Tintenfischtinte gefärbt ist.

Zu den Standard-Saucen Ketchup und Mayonnaise gesellen sich Chili-, Whiskey- und Honig-Sauce. «Derzeit feile ich noch an einer Haus-Sauce», sagt sie. Ein feines Rauch-Aroma wolle sie reinbringen. «Da ich keinen Smoker habe, muss ich den Geschmack mit Gewürzen erzeugen. Dazu habe ich einmal ein paar Zutaten bestellt, zum Beispiel Rosinenpaste. Ich bin gespannt, wie das schmeckt», sagt sie und lacht. Am Mittag serviert sie zudem ein Menü mit Salat und Suppe. «Das ist dann nicht amerikanisch angehaucht, sondern gutbürgerlich schweizerisch.»

Wunsch nach Selbstständigkeit

Es sind Kodics erste Schritte in der Gastroszene. Sie ist gelernte Buchhalterin und arbeitete jahrelang für Immobilienverwaltungen. «Ein bisschen Erfahrung habe ich in meiner Jugend im Service gesammelt, als ich meiner Tante in ihrem Restaurant in Embrach ausgeholfen habe.» Die Idee, sich selbstständig zu machen, hegte die zweifache Mutter aus Wallisellen schon lange. «Doch Buchhalter gibt es schon so viele, deshalb habe ich mich dazu entschieden, ein Restaurant zu eröffnen.» Ein Kollege habe sie auf die leerstehende Beiz an der Überlandstrasse aufmerksam gemacht.

Ihr Anliegen ist, dass die Gäste in die Gaststube kommen und sich sofort zu Hause fühlen. «Es soll nicht steif wirken. Die Leute brauchen sich nicht in Schale zu werfen oder sich an Tische mit weisser Tischdecke zu setzen.» Sie sei ja schliesslich auch keine Spitzenköchin. Das Restaurant soll alle ansprechen: Bauarbeiter, Familien, Teenager, Quartierbewohner und auch Hundebesitzer. Die Wirtin mit serbischen Wurzeln betreibt das «Hot Doggyhouse» alleine. Unterstützung erhält sie von ihrem Bruder. «Er kümmert sich um die Website und die Herstellung von Werbeflyern.»

Mehr Gäste

Bisher läuft das Geschäft erst zögerlich. «Am Mittag habe ich durchschnittlich ein bis zwei Gäste», sagt Kodic. Die Leute, die kämen, seien zufrieden. «Ein Pärchen besucht mich immer wieder und bestellt dann gleich vier bis fünf Hotdogs, weil sie ihnen so gut schmecken.» Doch Kodic ist sich bewusst, dass sie mehr Kunden braucht. Mit Flyern will sie auf sich aufmerksam machen. «Ich setzte mir eine Frist bis im Sommer und schaue dann, wie es weitergeht.» Dann kann sie auch sagen, ob sie mit ihren Kindern in die Wohnung im ersten Stock oberhalb des Restaurants zieht. Kodic will es in Dietikon unbedingt schaffen. «Ich habe so viele Ideen, auch was die Inneneinrichtung des Restaurants angeht. Ich hoffe, es klappt.»

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Autor

Sibylle Egloff

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