Betrug

Frau deponiert 15'000 unter Abfallkübel – weil «Falsche Polizisten» sie zu skurriler Geldübergabe überreden

Zwei "Falsche Polizisten" sind in Zollikon verhaftet worden. (Symbolbild)

Zwei "Falsche Polizisten" sind in Zollikon verhaftet worden. (Symbolbild)

Zwei Betrüger, die mit der «Falscher Polizist»-Masche Geld ergaunern, sind am Montag in Zollikon verhaftet worden. Die Männer hatten eine ältere Frau überzeugt, 15'000 Franken unter einem Abfallkübel zu deponieren.

Zwei Fahnder beobachteten die Frau, wie sie ein Couvert unter dem Kübel deponierte, wie die Kantonspolizei Zürich am Dienstag mitteilte. Kurz darauf wurde der Umschlag von einem Mann an sich genommen.

Bei der anschliessenden Kontrolle des 31-jährigen Kosovaren und seines 30-jährigen mutmasslichen Komplizen aus Nordmazedonien stellten die Fahnder den Umschlag mit 15‘000 Franken sicher.

Aufgrund des Verdachts, dass die beiden Männer an einem Betrugsdelikt nach dem Muster «Falscher Polizist» beteiligt seien, wurden sie verhaftet und vernommen.

Zunehmend beliebte Betrugsvariante

Bei der im Kanton Zürich zunehmend angewendeten Betrugsvariante «Falscher Polizist» gibt sich der Täter am Telefon als Polizeibeamter aus. Er überzeugt das Opfer unter Einsatz von hohem psychischem Druck, dass sein Geld auf der Bank nicht mehr sicher ist. Das Opfer wird «sicherheitshalber» zur Übergabe der Vermögenswerte an die vermeintlichen Polizisten gedrängt.

Die Kantonspolizei empfiehlt in solchen Fällen über die Notrufnummer 117 abzuklären, ob es den anrufenden Polizisten tatsächlich gibt. Dafür soll das Telefongespräch mit dem angeblichen Polizisten beendet werden. Angerufene sollen sich von ihm keinesfalls weiterverbinden lassen.

«Übergeben Sie niemals Vermögenswerte an unbekannte Personen», warnt die Polizei. Die richtige Polizei verlange am Telefon keine hohen Bargeldsummen.

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